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Maria Gugging |
15.05.2006 |
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Weltgrößtes Museum für "Art Brut" fast fertig
Auf dem Areal der geplanten Elite-Uni in Maria Gugging steht ein "Art Brut"- Museum kurz vor der Fertigsstellung. Es werden 650 Werke der weltbekannten Künstler aus Gugging gezeigt werden.
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Museum, Bildarchiv und Bibliothek
Mit einer Ausstellungsfläche von rund 1.300 Quadratmetern wird das Museum zum größten Zentrum "lebender" "Art Brut" weltweit, sagt Johann Feilacher, der Leiter des Hauses der Künstler.
Außerdem werden eine Bibliothek, ein Bildarchiv, Arbeitsräume sowie ein Multimedia-Raum - unter anderem für Forschungszwecke - zur Verfügung stehen. Das Zentrum beinhaltet weiters Ateliers und eine Veranstaltungshalle.
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Was ist "Art Brut"?
"Art Brut" ist eine Bezeichnung für autodidaktische Kunstwerke, die abseits des etablierten Kunstsystems entstanden sind. Die Werke stammen oft von Geisteskranken, Gefangenen, Außenseitern oder einfach gesellschaftlich Unangepassten.
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Umbau hat fünf Jahre gedauert
Das 1890 als Abteilung einer psychiatrischen Anstalt erbaute Gebäude, auf einer Anhöhe oberhalb des künftigen Universitätsgeländes gelegen, beherbergte zuletzt die Galerie der Künstler aus Gugging und wurde in den vergangenen Jahren vollständig umgebaut.
Als Träger des Museums fungiert der Verein Freunde des Hauses der Künstler in Gugging, der das Projekt seit fünf Jahren plant und umsetzt.
Nur 150 Meter entfernt befindet sich das Haus der Künstler, in dem derzeit neun aktive Künstler leben und arbeiten: Oswald Tschirtner, Johann Fischer, Johann Garber, Franz Kernbeis, Johann Korec, Heinrich Reisenbauer, Arnold Schmidt, Günther Schützenhöfer und Karl Vondal.
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Am 28. Juni wird das Museum eröffnet. Die Künstler aus Gugging zählen seit Jahrzehnten zu den international wesentlichen Vertretern der "Art Brut".
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Geschichte des Hauses der Künstler
Der Psychiater Leo Navratil, der sich mit den Zusammenhängen zwischen Schizophrenie und Kunst beschäftigte, gründete 1981 in Gugging ein Zentrum für Kunst- und Psychotherapie, das sein Nachfolger Feilacher ab 1986 Haus der Künstler nannte.
Die ursprünglich der Landesnervenklinik zugehörige Einrichtung wurde vor sechs Jahren ausgegliedert und wird seither als freie Sozialhilfe-Institution durch den Verein der Freunde geführt.
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