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MO | 13.02.2012
Das erste Passivhausdorf (Bild: www.passsihausdorf.at)
Waldviertel
Probewohnen im 1. Passivhausdorf Europas
Impulse im Bereich umweltfreundliches und energiesparendes Bauen will die Waldviertler Gemeinde Großschönau setzen. Samstagabend wurde das europaweit erste Passivhausdorf eröffnet.
Das Probewohnen soll eine Kombination aus Urlaub, Erfahrungssammlung und Unterstützung beim Hausbau sein.
Soll künftige Häuselbauer überzeugen
In Niederösterreich werden pro Jahr rund 3.500 Häuser gebaut, nur sechs Prozent davon als Passivhäuser. Mit dem Passivhausdorf in Großschönau hofft man, Überzeugungsarbeit leisten zu können. Die derzeit fünf Häuser können nicht nur besichtigt werden, man kann darin auch für einige Zeit zur Probe wohnen.
Sonnenplatz Großschönau (Bild: www.sonnenplatz.at)
Rein äußerlich unterscheiden sich Passivhäuser nicht von konventionellen Häusern.
Energie sparendes Wohnen
Ein Passivhaus braucht keine Heizung im herkömmlichen Sinn. Es genügt der Wärmeaustausch mit der Außenluft, um eine angenehme Raumtemperatur und Luftqualität zu bekommen. Zusätzlich sorgen Sonnenkollektoren für die Warmwasser- und Energiegewinnung.

Der Effekt: Die Heiz- und Energiekosten liegen bei 150 Quadratmetern Grundfläche bei knapp 500 Euro im Jahr. Bei herkömmlicher Bauweise machen diese Kosten rund 3.000 Euro pro Jahr aus.
Das erste Passivhausdorf (Bild: www.passsihausdorf.at) Unterstützung beim Planen
Um Interessenten von den Vorteilen eines Passivhauses zu überzeugen, wurde die Idee des Probewohnens für ein Wochenende oder auch länger, geboren. Der Initiator des Passivhausdorfes Sonnenplatz in Großschönau, Josef Bruckner: "Das Haus ist komplett ausgestattet. Zusätzlich erhält man Informationen zu verschiedenen Bauformen und Finanzierungen, eben alles was man zum Bauen braucht."
Dorf soll vergrößert werden
Drei Tage Probe wohnen im Passivhaus kosten je Wohneinheit für zwei bis sechs Personen 199 Euro. Der Andrang ist groß, fix gebucht haben bereit 80 Interessenten, 1.500 weitere haben schon angefragt. Zu den derzeit fünf Passivhäusern sollen noch 15 weitere dazukommen, zusätzlich ist in Großschönau ein Forschungszentrum für energieeffizientes und umweltgerechtes Bauen geplant.
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