Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
In Lehenrotte ist die Traisen über die Ufer getreten (Bild: www.stamberg.at)
Regenfälle
Pegelstände steigen
Der Dauerregen lässt die Pegel vieler nö. Flüsse weiter ansteigen, besonders in den Voralpen. An der Traisen, der Pielach, der Ybbs und der Erlauf ist bereits ein fünfjährliches Hochwasser erreicht - und es dürfte noch schlimmer werden.
Hochwasser im Mostviertel (Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten/Gutlederer)
Feuerwehreinsatz im Mostviertel
10- bis 30-jährliches Hochwasser möglich
Laut jüngsten Prognosen wird damit gerechnet, dass einige der südlichen Donauzubringer, konkret die Traisen, die Pielach, die Ybbs und die Erlauf, auf ein zehn- bis sogar 30-jährliches Hochwasser anwachsen könnten, heißt es vom hydrografischen Dienst des Landes.

Auch die Pegelstände der Schwarza, Pitten, Fischa, Triesting und Schwechat steigen weiter - hier ist bereits ein einjährliches Hochwasser erreicht - und es könnte noch auf ein fünfjährliches Ereignis anwachsen.
Hochwasser im Mostveirtel (Bild: Bezirksfeuerwehrkommando Amstetten/Gutlederer)
Hochwasser im Mostviertel
Kirchberg/Pielach (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Die Hochwasser fuehrende Pielach im Stadtzentrum von Kirchberg/Pielach
Autobrücke vom Wegspülen bedroht
Auf dem Messegelände in Wieselburg drohte am Donnerstagvormittag eine 20 Meter lange Auto-Brücke weggespült zu werden. Sie war erst vor kurzem gebaut worden und noch nicht für den Verkehr freigegeben.

Das Wasser unterspülte den mittleren Brückenpfeiler, laut Feuerwehr begann sich das gesamte Bauwerk zu bewegen. Die Feuerwehr versuchte, die Brücke mit zwei Kränen zu sichern.
Schwerpunkt im Bezirk Lilienfeld
Der Einsatzschwerpunkt der Feuerwehr liegt im Bezirk Lilienfeld. Es müssen Keller ausgepumpt und Straßen von umgestürzten Bäumen befreit werden.

Die B20, die Mariazeller Straße, und die B39, die Pielachtal-Straße, mussten in den betroffenen Bereichen vorübergehend wegen Überflutung gesperrt werden.
Erste Schneefälle in NÖ (Bild: stamberg.at)
6. September 2007: Erste Schneefälle in Niederösterreich
Verstärkte Einsätze am Vormittag erwartet
Die Feuerwehr rechnete im Laufe des Vormittags mit verstärkten Einsätzen:

"Laut den Prognosen der Nacht sollte es 36 Stunden lang regnen, das heißt wir haben noch rund 24 Stunden vor uns. Es sind derzeit 75.000 Mann einsatzbereit - die werden wir aber vermutlich gar nicht brauchen. Also da muss man die Bevölkerung schon beruhigen. Die Verhältnisse von 2002 werden wir nicht erreichen, denn das war ja ein Jahrhundert- oder teilweise sogar ein Jahrtausend-Hochwasser."
Reichenau: 121,6 Liter in 24 Stunden
Die meisten Niederschläge hat es in den 24 Stunden bis Donnerstag 8.00 Uhr in Niederösterreich gegeben. Die österreichweit höchste Marke war in Reichenau: dort fielen 121,6 Liter pro Quadratmeter, in Lilienfeld 113, in Lunz am See 112,4, an der Messstelle Mariabrunn im Westen von Wien 102,2 und in Puchberg 102 Liter. In Mariazell, wo am Samstag der Papst erwartet wird, waren es 96,6 Liter.

Zum Vergleich: Im Sommer 2002, als das sogenannte Jahrhundertwasser enorme Schäden anrichtete, fielen in Freistadt in Oberösterreich an einem einzigen Tag (7. August) 172 Liter Regen pro Quadratmeter.
Vorbereitungen laufen
Dennoch sind die Feuerwehren für den Ernstfall gerüstet.

Die Sandsack-Depots sind gefüllt und die nötigen Geräte - vor allem Tauchpumpen und Notstromaggregate - stehen im ganzen Land bereit.
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