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Aus Niederösterreich |
14.09.2007 |
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Zumindest der Rasen wird Europameister
Das EM-Finale am 29. Juni 2008 findet mit österreichischer Beteiligung statt. Das ist fix. Unser Team wird es wohl nicht sein, aber der Rasen, ein Hightech-Produkt aus Niederösterreich.
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Kaiser Franz Josef fand großen Gefallen am Rollrasen aus Deutsch-Brodersdorf. |
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Schon dem Kaiser gefiel der Rasen
Beim Finden von Ausreden sind viele Fußballer Weltmeister. Vor allem die aus Österreich. Der Schiedsrichter hat schlecht gepfiffen. Der Wind war schuld. Oder der Rasen.
Im Ernst-Happel-Stadion in Wien gilt diese Ausrede bestimmt nicht. Denn der Rasen, auf dem das Nationalteam den Gegnern hinterherhechelt, ist von allerbester Qualität. Das ist wohl das einzige aus Österreich, das mit Fußball zu tun hat und Weltklasse ist.
Begonnen hat die Geschichte dieses Rasens vor 100 Jahren in Reichenau. Damals gefiel Kaiser Franz Josef bei einer Gartenschau ein Stück Rollrasen so gut, dass er den Züchter auszeichnete: Heinrich Richter aus Deutsch-Brodersdorf (Bezirk Baden).
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 Hier wird der Rollrasen in Deutsch-Brodersdorf gezüchtet.
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Der Rasen der Weltstars
Sein Urenkel Alexander Richter ist der Branche treu geblieben. Er züchtet den Rasen, auf dem die Weltstars Fußball spielen. Juventus Turin, der AC Mailand oder der 1. FC Nürnberg: Sie alle gehören zu den Kunden des Rasenzüchters.
So wurde zum Beispiel die Neuauflage des WM-Finales am Wochenende zwischen Italien und Frankreich auf Richter-Rasen gespielt. Der ist nämlich im Giuseppe Miazza-Stadion in Mailand verlegt.
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Die Wurzeln des zähen Grüns werden bis zu 60 Zentimeter lang. |
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100.000 Euro für ein Spielfeld
Für Stars wie Thierry Henry, Franck Ribery, Andrea Pirlo oder Fabio Cannavaro wird natürlich nur der beste Rasen ausgerollt. Der hat seinen Preis, eine Spielfläche kostet 100.000 Euro.
Dafür bekommen die Kunden einiges geboten: Der Rasen besteht fast ausschließlich aus Wiesenrispe. Ein zähes Gras mit seitwärts wachsenden Wurzeln, die bis zu 60 Zentimeter lang werden, führt zu einem dichten Wurzelgeflecht und einer extrem hohen Reißfestigkeit der Grasnarbe. Zudem kann sich die Wiesenrispe über die Wurzeln selbst regenerieren.
Das trockene pannonische Klima in den Anbaugebieten im Burgenland und der Slowakei verlangsamt das Wachstum, erst nach zwei Jahren kann der Rasen ins Stadion versetzt werden. Auch das österreichische Nationalteam spielt derzeit nicht viel schneller.
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Mehr über die Firma und den Rollrasen für die Champions finden Sie auf folgenden Seiten.
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