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MO | 13.02.2012
Betreuungsstelle in Traiskirchen (Bild: ORF NÖ)
Chronik
Traiskirchen könnte entlastet werden
Die Betreuungsstelle Ost in Traiskirchen, in der manchmal bis zu 1.000 Asylwerber untergebracht sind, könnte bald entlastet werden. Laut Regierungsübereinkommen soll im Süden Österreichs ein Erstaufnahmelager eingerichtet werden.
Widerstand in Kärnten und der Steiermark
In Kärnten und in der Steiermark regt sich bereits der Widerstand, doch Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) ist fest entschlossen, ein solches Lager einzurichten.
900 Menschen derzeit in Erstaufnahmestelle
Derzeit sind in der Erstaufnahmestelle in Traiskirchen etwa 900 Menschen untergebracht. Der Leiter der Betreuungseinrichtung Franz Schabhüttl sagt, dass das schon zu viel sei. Allerdings gibt es neben Traiskirchen nur noch ein weiteres Erstaufnahmelager, und zwar in Oberösterreich.
Schlepper verstärkt auch im Süden tätig
„Das heißt – geografisch gesehen – schreit es beinahe nach einer dritten Erstaufnahmestelle im Süden Österreichs, insbesondere auch deshalb, weil sich die Schlepper mit dem Zubringen von Asylwerbern geändert haben. Es wird verstärkt die Route über den Süden genutzt“, erklärt Schabhüttl.
Traiskirchen könnte entlastet werden
Eine Erstaufnahmestelle im Süden könnte auch helfen, Kosten zu sparen, denn die Asylwerber, die aus dem Süden kommen, müssten dann nicht mehr quer durch Österreich transportiert werden.

Nach Ansicht von Schabhüttl ist es für Traiskirchen ein erhebliches Problem, dass manche Bundesländer wie etwa Kärnten ihre Quoten bei der Aufnahme von Asylwerbern nicht erfüllen. Wäre das der Fall, dann wären nämlich auf einen Schlag 200 Menschen weniger in Traiskirchen zu betreuen, sagt der Leiter der Betreuungseinrichtung.
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