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MI | 11.04.2012
Wissenschafter vor Computerbildschirmen in CERN (Bild: EPA/Fabrice Coffrini)
WISSENSCHAFT
CERN: Diskussionen über MedAustron
Die Ankündigung, die Beteiligung Österreichs am Forschungszentrum CERN zu beenden, sorgt für kritische Töne aus Genf. Der Ausstieg würde auch das MedAustron-Projekt gefährden, heißt es. Minister Johannes Hahn (ÖVP) sieht das anders.
Generaldirektor schließt Weiterführung aus
CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer kann sich nicht vorstellen, dass MedAustron nach einem Ausstieg Österreichs aus CERN weitergeführt werde.

Als weitere Konsequenz werde es auch keine Jobs für Österreicher bei CERN mehr geben, und auch Aufträge an österreichische Unternehmen kämen nicht mehr infrage.

Wissenschaftsminister Hahn zeigt sich verwundert über diese Aussagen, da ein Treffen zu Wochenbeginn sehr konstruktiv verlaufen sei.
Hahn (Bild: ORF)
Johannes Hahn (ÖVP)
Hahn: "MedAustron-Projekt nicht gefährdet"
"Ich gehe davon aus, dass das MedAustron-Projekt nicht gefährdet ist. Es gibt hier einen Vertrag zwischen der entsprechenden niederösterreichischen Gesellschaft und CERN."

Es habe auch schon Zahlungen gegeben, und Hahn erwarte, dass die Verträge entsprechend eingehalten werden.
Klaus Schneeberger (Bild:ORF NÖ)
Klaus Schneeberger (ÖVP)
Schneeberger: Ausstieg laut Hahn nicht fix
Der ÖVP-interne Konflikt dürfte hingegen weitergehen. Laut dem nö. Klubobmann Klaus Schneeberger (ÖVP) hat Hahn ihm versichert, MedAustron sei nicht gefährdet.

Die Aussagen des CERN-Generaldirektors ließen nun aber genau auf das Gegenteil schließen.

Hahn habe ihm aber auch gesagt, dass der CERN-Ausstieg der Republik noch nicht 100-prozentig sicher sei, sagte der ÖVP-Klubobmann.
Forschungs- und Therapiezentrum entsteht
In Wiener Neustadt, wo in enger Zusammenarbeit mit CERN das Krebs-Forschungs- und Therapiezentrum Med Austron entstehen soll, ist die Aufregung groß. Die Teilchenbeschleuniger-Anlage, die zur Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt werden soll, wird mit Hilfe der Wissenschafter von CERN entwickelt. 2013 will man bei Med Austron den Probebetrieb starten. Im Vollbetrieb sollen 1.200 Krebspatienten pro Jahr behandelt werden.
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