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MI | 11.04.2012
Austrian Research Center Seibersdorf (Bild: Research Centers)
WISSENSCHAFT
AIT - ein neuer Name für Seibersdorf
Im ehemaligen Forschungszentrum Seibersdorf ist alles neu, bis hin zum Namen: Mit Stichtag 15. Juni wird aus dem aktuellen Namen "Austrian Research Centers" (ARC) das "Austrian Institute of Technology" (AIT).
2008 war ein positives Wirtschaftsjahr
Obwohl sich die unmittelbare Vergangenheit in Zahlen gegossen gar nicht so schlecht ausnimmt, 2008 erwirtschaftete das Zentrum erstmals wieder ein positives Jahresergebnis, möchte man nun nur noch in die Zukunft blicken, sagte der Präsident des ARC-Aufsichtsrates, Hannes Androsch, bei einer Bilanz-Pressekonferenz am Freitag in Wien.
Androsch zeigte sich vorläufig zufrieden
Androsch hatte den ARC im Vorjahr nach heftigen Turbulenzen und Abrutschen in die roten Zahlen die Rute ins Fenster gestellt und von der "letzten Chance" für das Forschungszentrum gesprochen.

Nun zeigt sich Androsch mit dem eingeleiteten Umgestaltungsprozess jedenfalls vorläufig zufrieden. Die personellen Umstellungen an der Spitze des künftigen AIT sind abgeschlossen, die Struktur ist ebenfalls neu, die Forschungsagenden und sonstigen Aufgaben wurden gestrafft.
Im Vorjahr 4,5 Millionen Plus erwirtschaftet
Das positive Jahresergebnis 2008 mit einem Plus von circa 4,5 Millionen Euro sei unter anderem durch Sanierungs- und Einsparungsmaßnahmen sowie durch Ausgliederungen erreicht worden, sagte der kaufmännische Geschäftsführer der ARC, Anton Plimon.

Besonders stolz ist man auf den Auftragsstand, dieser liege 2008 mit 87,94 Millionen Euro deutlich über dem Wert von 2007 (74,29 Millionen Euro).
85 Mitglieder durch Ausgliederungen betroffen
Die Ausgliederungen und Spin-off-Gründungen haben 85 Mitarbeiter betroffen. So werden ursprünglich an den ARC erarbeitete Technologien jetzt teilweise von eigenständigen, kleinen Unternehmen weiter vermarktet und verbessert.

Ein Beispiel dafür ist etwa die Linzer Firma "Life Tool", welche speziell für Behinderte konzipierte Computersteuerungen weiterentwickelt und vermarktet.
Labor soll gewinnorientiert geführt werden
141 Mitarbeiter des künftigen AIT werden in Zukunft in der hundertprozentigen Tochter "Seibersdorf Labor" tätig sein. Dieser Teil des Unternehmens soll gewinnorientiert geführt werden und Labor-und Servicedienstleistungen Absatzmarkt anbieten.

Eine weitere Tochter ist "Nuclear Engineering Seibersdorf", hier sollen von der Republik Österreich beauftragte Aufgaben im Zusammenhang mit Behandlung und Zwischenlagerung von radioaktiven Stoffen erledigt werden.
Forschungsbereich wird gestrafft
Die eigentliche Forschung der größten außeruniversitären Forschungseinrichtung des Landes wird weiter gestrafft und fokussiert. In fünf Departments beschäftigen sich die Forscher mit den Themen: Health & Environment, Safety & Security, Energy, Mobility, sowie Foresight & Policy Development.

Der zentrale Fokus liegt in der Entwicklung von Technologien, Methoden und Verfahren "für zukunftsgerichtete Innovationen mit einem Umsetzungshorizont von fünf Jahren und mehr".
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