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MI | 11.04.2012
Symbolbild Krankenhaus (Bild: Yuri Arcurs/Fotolia)
GESUNDHEIT
Druck für eine bundesweite Spitalsreform
Allein in den letzten zehn Jahren sind die Spitalskosten um die Hälfte angestiegen, am meisten in OÖ und in NÖ. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger macht deshalb Druck für eine bundesweite Spitalsreform.
Bundesweiter Themenkatalog wird erarbeitet.
Erste Gespräche ohne konkrete Ergebnisse
Am Mittwoch fanden erste Gespräche statt, allerdings ohne konkrete Ergebnisse. Es wird zunächst einmal ein bundesweiter Themenkatalog erarbeitet.

In diesem soll geklärt werden, welche Leistungen ein Spital erbringen kann und welche ein niedergelassener Arzt. Erst dann werde über die Finanzierung geredet.
Patientenorientierte Versorgungsstruktur
In Niederösterreich gibt es 27 Landeskrankenhäuser. Für den Hauptverband ist aber die eine oder andere Schließung nicht das Thema, versicherte am Mittwoch der Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling.

Für Schelling stellte sich die Frage, was man für eine Patientenorientierte Versorgungsstruktur brauche. "Die müssen wir auch zum Schluss in einen Finanzierungstopf bekommen." Dann könne man entscheiden welche Einrichtung was erbringen soll.
Sobotka: "Schließung würde volkswirtschaftlichen Schaden verursachen."
"Schließung von Spitälern kommt nicht in Frage"
Für Niederösterreichs Landeshauptmannstellverteter Wolfgang Sobotka (ÖVP) war jedenfalls klar, dass eine Schließung auch nur eines der 27 Landeskrankenhäuser nicht in Frage komme.

"Wenn wir einen Standort auflassen würden, würden wir dort einen gewaltigen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen", so Sobotka.

Denn die Gemeinden hätten dann eine gewisse Abwanderung zu verzeichnen sowie weniger Einnahmen, meinte der Landeshauptmannstellvertreter. "Das ist in konzentrischen wirtschaftlichen Kreisen gerechnet."
Gewährleistung des Versorgungsauftrags
Zudem gebe es einen Versorgungsauftrag des Bundes wonach bestimmte Abteilungen eines Spitals innerhalb von 30 Minuten erreicht werden müssen.

Das sei jetzt in Niederösterreich großteils gewährleistet und das sei ganz im Sinne der Patienten.
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