Schusswaffengebrauch: Eine Chronologie Amokfahrer, flüchtende Einbrecher - der Schusswaffengebrauch als letzter Weg, einen Verbrecher zu stoppen, ist eine Gratwanderung für Polizeibeamte. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu solchen Einsätzen.
Mutmaßlicher Motorraddieb tödlich getroffen Fast genau vor einem Jahr kam es in Wetzelsdorf (Bez. Korneuburg) zum bisher letzten tödlichen Zwischenfall dieser Art in Niederösterreich.
Ein mutmaßlicher Motorraddieb geriet in eine Verkehrskontrolle der Exekutive und ergriff die Flucht. Versuche, ihn anzuhalten, scheiterten.
Ein Polizist griff daraufhin zur Dienstwaffe und traf den Motorradfahrer tödlich. Die näheren Umstände werden noch immer ermittelt.
Verdächtige sollen sich als Polizisten ausgegeben haben.
Tatort S1: Verfahren wurde eingestellt Wenige Monate zuvor kam es in Niederösterreich ebenfalls zu einem Einsatz der Dienstwaffe, der tödlich endete. Tatort ist ein Parkplatz der Wiener Außenring Schnellstraße in Schwechat.
Laut Polizei gab sich der Flüchtende als Polizist aus und soll gemeinsam mit zwei Komplizen mehrere Überfälle begangen haben.
Er soll auf die Beamten zugefahren sein. Die Schussabgabe durch die Polizisten, bei der ein Verdächtiger getötet wurde, war laut Anklagebehörde rechtlich gedeckt - das Verfahren wurde eingestellt.
Gars am Kamp: Schüsse auf Unbeteiligten Und vor neun Jahren wurde in Gars am Kamp im Bezirk Horn ein unbeteiligter Motorradfahrer von einem Projektil der Dienstwaffe eines Polizisten getroffen und starb.
Der Beamte fahndete nach einem flüchtigen Räuber und gab dabei Schüsse ab, die den zufällig vorbeifahrenden Motorradfahrer tödlich trafen.
Der Beamte musste sich wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen vor Gericht verantworten. In erster Instanz wurde er zu einer sechs Monate bedingten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt.
noe.ORF.at; 5.08.09
Bei einem Einbruch Mittwochfrüh in einen Supermarkt in Krems ist ein 14-jähriger Bub erschossen worden. Genauere Details liegen aber noch nicht vor.