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MEDIZIN |
27.10.2009 |
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Schweinegrippe-Impfung heiß umstritten
Am Dienstag beginnt für das medizinische Personal die Impfaktion gegen die Schweinegrippe. Bei den Ärzten herrscht Uneinigkeit darüber, ob man sich gegen das H1N1 Virus tatsächlich impfen lassen soll.
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H1N1 für Ärzte nicht erklärbares Phänomen
Viele Menschen sind verunsichert und wissen derzeit nicht, ob sie sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen sollen. Auch bei den Ärzten gibt es stark divergierende Meinungen.
Rudolf Heschl, praktischer Arzt aus Öd bei Amstetten, rät dazu, sich vorerst einmal gegen die normale Grippe impfen zu lassen, denn bei dieser Grippe sei die Komplikationsrate wesentlich höher. Bei der normalen Grippe gibt es nämlich ca. 100.000 Krankheitsfälle. Bei der Schweinegrippe sind es hingegen derzeit bloß 400 Erkrankungen in Österreich.
Laut Heschl ist das neue Virus für die Mediziner nach wie vor ein nicht ganz erklärbares Phänomen. Außerdem sei das Risiko in Österreich an der Schweinegrippe zu erkranken sehr gering, sagt der Mediziner.
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Rudolf Heschl zu Gast in "NÖ-Heute"

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Tamiflu steht noch immer zur Verfügung. |
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"Über Nebenwirkungen wenig bekannt"
Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe ist durch die Zwänge rasch zu reagieren sehr schnell entwickelt und auf den Markt gebracht worden, so der Arzt aus Öd.
Über etwaige Nebenwirkungen gibt es derzeit zu wenige Informationen. Hier gibt es, so Heschl, einen hohen Unsicherheitsfaktor. Er selbst sagt, dass er sich zwar gegen die normale Grippe, aber nicht gegen die Schweinegrippe impfen lässt.
Auch das Zurückgreifen auf das Medikament Tamiflu, das im Jahr 2005 aufgrund der Vogelgrippe eingekauft und eingebunkert wurde, wäre bei einer Schweinegrippepandemie eine Möglichkeit, sagt Heschl, denn das Medikament würde 2010 sowieso ablaufen.
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Gigantische Impfaktion in Deutschland
Die größte Impfaktion in der Geschichte Deutschlands ist am Montag angelaufen. In fast allen Bundesländern können sich zunächst vor allem wichtige Berufsgruppen wie Ärzte, Schwestern, Rettungskräfte und Polizisten gegen die Schweinegrippe immunisieren lassen. Bis Mitte der Woche sollte die Impfung im ganzen Bundesgebiet angelaufen sein. Mediziner und Politiker in Deutschland riefen eindringlich dazu auf, sich gegen das H1N1-Virus schützen zu lassen.
Weltweit sind bislang 5.000 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. In Europa sind es nach aktuellem Stand 170.
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noe.ORF.at; 27.10.09
Am Dienstag startet die Impfaktion gegen die Schweinegrippe. Der Impfplan wird in zwei Stufen umgesetzt. In der ersten Phase können sich Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Rettungsmitarbeiter impfen lassen.
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