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DI | 14.02.2012
Landesgericht (Bild: ORF)
GERICHT
Prozess nach Bluttat in Artstetten
Wegen Mordes und versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt muss sich heute ein 65-Jähriger in St. Pölten verantworten. Er soll seine Frau ermordet und danach auf Cobra-Beamte geschossen und einen Polizeihund getötet haben.
Mit Gewehr Windschutzscheibe eingeschlagen.
Bevorstehende Scheidung als Motiv
Der damals 63-Jährige aus Hasling (Bez. Melk) soll seine Frau bereits mehrmals attackiert haben. Die Frau zog daraufhin aus und wollte die Scheidung einreichen. Das konnte der Angeklagte laut seinem Verteidiger nicht ertragen.

Im Juni 2008 soll der Angeklagte seiner Frau laut Staatsanwaltschaft bis zu ihrer Wohnung in Artstetten gefolgt und dort ausgerastet sein. Laut Anklage soll er mit einem mitgebrachten Gewehr die Windschutzscheibe des Autos seiner Frau eingeschlagen und die 57-Jährige anschließend aus einer Distanz von einem Meter erschossen haben.
Polizeihund starb im Kugelhagel.
Der Festnahme widersetzt
Danach flüchtete der Mann und verschanzte sich in seinem Haus in Hasling. Als Beamte der Polizei-Sondereinheit Cobra das Haus stürmen wollten, soll er auf die Polizisten gefeuert und einen Polizeihund erschossen haben. Die Beamten konnten den Mann nur durch einen Schuss in den Oberkörper stoppen. Seither ist er an den Rollstuhl gefesselt.
Urteil noch am Montag möglich.
30 Zeugen geladen
Bei der Verhandlung am Landesgericht in St. Pölten am Montag sind 30 Zeugen geladen. Auch ein Gerichtsmediziner, ein psychologischer sowie ein Schießsachverständiger werden zu Wort kommen.

Der Prozess ist für zwei Tage anberaumt, ein Urteil kann es bereits am Montag geben. Dem Mann droht lebenslange Haft.
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