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DI | 14.02.2012
Gericht (Bild: ORF)
GERICHT
Mordprozess: "Trennung nicht verkraftet"
Jener 65-Jährige, der am Montag unter anderem wegen Mordes an seiner Ehefrau in St. Pölten vor Gericht gestanden ist, hat beim Prozessauftakt wenig Reue gezeigt. Er habe die bevorstehende Trennung nicht verkraftet.
Angeklagter brach immer wieder in Tränen aus.
Mann zu sterbender Frau: "Ich danke dir"
"Ich danke dir", soll der Angeklagte laut Zeugenaussagen zu der sterbenden Frau nach der Tat gesagt haben. Seit dem Schuss der Cobrabeamten sitzt der 65-jährige Angeklagte im Rollstuhl.

Er wirkt schwach, zuvor sei er ein vitaler und auch brutaler Mann gewesen, so die Staatsanwältin. Immer wieder ist er am Montag im Gerichtssaal in Tränen ausgebrochen, Reue zeigte er aber wenig.
Laut Anklage immer wieder Streitereien
Er habe eben nicht verkraftet, dass sich seine Frau von ihm trennen wollte. Der Anklage zufolge sei es bereits öfters zu Streitereien zwischen den Eheleuten gekommen, er soll seine Frau auch körperlich attackiert und bedroht haben.
Aus einem Meter Entfernung erschossen
Im Juni 2008 eskalierte die Situation, laut Anklage wartete der 65-Jährige bis die Frau aus der Sonntagsmesse kam. Dann folgte er ihr mit dem Auto bis zur Wohnung in Artstetten.

Mit einem mitgebrachten Gewehr schlug er die Windschutzscheibe des Autos der Frau ein. Laut Anklage erschoss er die 57-Jährige aus einer Distanz von einem Meter.

Der Prozess geht am Dienstag weiter. Es werden weitere Zeugen befragt, die das Verhältnis der Eheleute beschreiben sollen.
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