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MI | 11.04.2012
Armut (Bild: Sabrina Baranek/aboutpixel.de)
SOZIALES
170.000 Menschen in NÖ armutsgefährdet
170.000 Menschen in Niederösterreich waren im Jahr 2008 armutsgefährdet. Diese Menschen mussten pro Monat mit weniger als 951 Euro auskommen. Diese Zahlen präsentierte am Dienstag Landesrätin Karin Scheele (SPÖ).
29 Prozent aller Alleinerzieher armutsgefährdet.
NÖ liegt damit im bundesweiten Durchschnitt
Zwölf Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung sind armutsgefährdet, im Vergleich mit den anderen Bundesländern liege man damit im Mittelfeld, so die für Soziale Verwaltung zuständige Landesrätin Karin Scheele. Besonders betroffen seien bestimmte Gruppen.

"29 Prozent aller Alleinerzieherinnen und 20 Prozent aller Familien die drei oder mehr Kinder haben sind armutsgefährdet", so Scheele. Und sie ergänzt, dass 22 Prozent der Personen die maximal einen Pflichtschulabschluss haben gefährdet sind.

Fast jeder zweite aller Armutsgefährdeten ist erwerbstätig, 67.000 Menschen gelten als "working poor" - sie haben eine ganzjährige Vollzeitarbeit, gelten aber als armutsgefährdet.
Nur 60 Prozent arbeiten Vollzeit
Nur mehr 60 Prozent der Beschäftigtenverhältnisse betrafen Vollzeitarbeit.

90 Prozent der Teilzeitjobs werden von Frauen ausgeübt, daher sind die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen in Niederösterreich auch größer, so die Autorinnen einer Sozialstudie.

Um die Gefahr der Armut zu reduzieren, müsse man in adäquate Kinderbetreuungsplätze und in Pflegesicherung investieren, sagt Landesrätin Scheele.
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