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MI | 11.04.2012
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GR-WAHL
GR-Wahl: Jede Menge Prominenz
Den Gemeinderatswahlen am 14. März fiebern nicht nur 11.000 Kommunalpolitiker entgegen, sondern auch einige Prominente, die als Kandidaten antreten: ehemalige Minister, eine Staatssekretärin, eine Miss und auch ein Topanwalt.
Andrea Kdolsky (Bild: ORF NÖ)
Andrea Kdolsky.
Kdolsky: Kandidatur aus Dankbarkeit
In Ardagger (Bez. Amstetten) kandidiert die frühere Ministerin Andrea Kdolsky für die ÖVP. Bis Dezember 2008 war sie Gesundheitsministerin.

Eine Zeit, die sie, wie sie in einem "NÖ heute"-Interview zum Ende ihrer Amtszeit betonte, nicht missen wolle, dennoch war damals von einem Schlussstrich die Rede:

"Ich möchte es zu 1.000 Prozent ausschließen", sagte Kdolsky am 6.12.2008, "dass ich je wieder in einem wirklich bundespolitischen oder aktivem politischen Bereich tätig sein werde".

Dabei bleibe es auch, betont Kdolsky. Die Kandidatur sei kein Sprungbrett in die Bundes- oder Landespolitik. Sie wolle sich aus Dankbarkeit gegenüber Ardagger dort engagieren.
Christa Kranzl (Bild: ORF NÖ)
Christa Kranzl.
Kranzl: Kandidatur mit eigener Liste
In Persenbeug-Gottsdorf (Bez. Melk) kandidiert Christa Kranzl. Sie ist ebenfalls Ende 2008 aus der Bundesregierung ausgeschieden.

Gegen Ende ihrer Amtszeit als SPÖ-Staatssekretärin im Verkehrsministerium war Kranzl eigentlich zuversichtlich, weiter in der Bundespolitik zu bleiben:

"Es wird eine neue Bundesregierung jedenfalls vor Weihnachten stehen", sagte Kranzl im "NÖ heute"-Interview am 16.10.2008, "ich bin zuversichtlich, dieser neuen Bundesregierung auch anzugehören."

Daraus ist nichts geworden. Jetzt will Kranzl in den Gemeinderat. Sie kandidiert mit einer eigenen Liste, weil eine Zusammenarbeit mit der SPÖ in der Gemeinde nicht zustande gekommen sei.
Emil Schabl (Bild: ORF NÖ)
Emil Schabl.
Schabl: Kandidatur, weil es nicht rund laufe
In Hirtenberg (Bez.Baden) tritt ebenfalls ein früherer SPÖ-Landesrat an: Emil Schabl, wie Kranzl mit einer eigenen Liste.

Er kandidiert dort, wo er vor der Landespolitik bereits 13 Jahre Bürgermeister war; weil es in der Gemeinde nicht rund laufe, sagte Schabl. Die Kandidatur gegen die SPÖ habe ausschließlich lokale Gründe.
Kandidaturen in Mödling und Tulbing...
Ex-Minister und Strafverteidiger
In Mödling geht Harald Ofner für die FPÖ ins Rennen. Ofner war von 1983 bis 87 Justizminister. Er betont, man könne in der Gemeinde besser gestalten, als auf allen anderen Ebenen.

In Tulbing (Bez. Tulln) tritt der bekannte Strafverteidiger Rudolf Mayer als Quereinsteiger für ein Bürgerforum an. Er wolle sich unabhängig und ideologiefrei, so wie bisher für seine Mandanten, nun für die Wähler in der Gemeinde einsetzen, sagt Mayer.
...sowie Langenlois, Neunkirchen und Yspertal.
Politischer Nachwuchs drängt in Gemeinderäte
In Langenlois (Bez. Krems) geht Alexandra Höger, die Tochter des früheren Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger, für die SPÖ ins Rennen.

In Neunkirchen kandidiert Christopher Czettel, der Enkel-des früheren SPÖ-Landeshauptmannstellvertreters Hans Czettel für die Grünen.

Und in ihrer Heimat Yspertal (Bez.Melk) tritt die Miss Niederösterreich 2009, Maria Zeilinger, für die ÖVP an.
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