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FALL KREMS |
09.03.2010 |
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Polizist nach tödlichem Schuss vor Gericht
Der Fall Krems hat im August des Vorjahres für großes Aufsehen gesorgt. Ein Polizist erschoss einen 14-jährigen Einbrecher. Heute steht der Beamte wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen vor Gericht.
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Dem Polizisten drohen bis zu drei Jahre Haft. |
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Polizist nahm Angriff "zumindest irrtümlich" an
Der Polizist habe laut Staatsanwaltschaft in der Nacht auf den 5. August 2009 "zumindest irrtümlich" angenommen, dass er angegriffen wird. Er habe das gerechtfertigte Maß der Verteidigung aus Furcht oder Schrecken überschritten, so steht es im Strafantrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg.
Er habe aus zwei Metern auf den 14-jährigen geschossen und übersehen, dass er sich mittlerweile von ihm abwandte. Zudem sei der Schuss viel zu hoch angesetzt worden. Fest steht laut Strafantrag, dass der Beamte den 14-Jährigen in die Lunge getroffen hat.
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 Anwalt Hans-Rainer Rienmüller |
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Rienmüller: Schuss fiel in Extremsituation
Der Verteidiger des Beamten, Hans-Rainer Rienmüller, weißt auf die Extremsituation in der sich sein Mandant befunden hat, hin:
"Die Entscheidung, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, fällt in wenigen hundertstel Sekunden, das heißt, der Polizist muss hier sehr schnell reagieren. Die Entscheidungen werden reaktiv, sehr instinktiv getroffen."
Der Polizist werde sich mit "nicht schuldig" verantworten. Er stelle sich aber selbst die Frage, ob er in dieser Situation alles richtig gemacht hat, so Rienmüller.
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AUDIO:
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 Prozess soll klären, wie der Schusswechsel abgelaufen ist. |
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16 Zeugen und drei Gutachter an drei Tagen
Wie der Schusswechsel tatsächlich abgelaufen ist, sollen die 16 Zeugen klären. Unter ihnen ist auch die Polizistin und der 17-Jährige Freund des Verstorbenen, beide sind bei dem Vorfall dabei gewesen.
Zudem sollen ein Schießsachverständiger und ein Chemiker nähere Erkenntnisse zur Schussabgabe bringen.
Weiters sind ein Gerichtsgutachter und ein Pychologe bei dem auf drei Tage anberaumten Prozess, geladen.
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Gerichtssprecherin Christa Zemanek zu den angefordeten Gutachten:
"Es ist es ist so, dass die Gutachten nicht mit den Aussagen des Beschuldigten übereinstimmen und daher hat sich der Richter entschlossen, ein weiteres Gutachten einzuholen von jemanden der genau über die Wahrnehmungsfähigkeit und Aussagefähigkeit nach so dramatischen Ereignissen wie so ein Schussattentat, bescheid weiß".
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Urteil soll am Freitag vorliegen. |
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Urteil wird für Freitag erwartet
Am Freitag soll es ein Urteil geben.
Dem Polizisten drohen bis zu drei Jahren Haft.
Von den drei Gerichtstagen berichtet noe.ORF.at live.
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Der Fall Krems
Ein 14-jähriger und ein 17-Jähriger brachen am 5. August 2009 in der Nacht in den Kremser Merkur-Markt ein. Der stille Alarm wurde ausgelöst. Zwei Polizisten, ein Mann und eine Frau, ertappten die Burschen auf frischer Tat.
Dann fielen Schüsse. Der Beamte schoss dem 14-Jährigen in den Rücken, er starb. Der 17-Jährige wurde von einem Schuss der Polizistin in die Beine getroffen. Gegen sie wurde das Verfahren bereits eingestellt.
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25.11.09; noe.ORF.at
Jener 17-Jährige, der im August mit seinem 14-jährigen Komplizen in einen Kremser Supermarkt eingebrochen war, ist Ende November zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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noe.ORF.at
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