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MI | 11.04.2012
Polizeihubschrauber am Schneeberg im Einsatz (Bild: www.einsatzdoku.at)
CHRONIK
Schneeberg: Waldbrand fordert Einsatzkräfte
In Kaiserbrunn im Schneeberg-Gebiet ist am Vormittag ein Waldbrand ausgebrochen. Mehr als 10.000 Quadratmeter Wald und Unterholz standen in einem unwegsamen und steilen Gelände in 900 Meter Seehöhe in Flammen.
Black Hawk S-70 (Bild: Öst. Verteidigungsministerium) Löscharbeiten nur aus der Luft möglich
Wanderer bemerkten am Vormittag Rauchschwaden und schlugen Alarm. Erst aus der Luft habe der großflächige Waldbrand bestätigt werden können, sagte der Sprecher der nö. Feuerwehr, Franz Resperger.

Binnen kürzester Zeit standen mehr als 10.000 Quadratmeter Wald und Unterholz in Flammen, knapp 200 Einsatzkräfte kämpften den ganzen Sonntag über gegen die Flammen. Zu Beginn konnte aufgrund der steilen Lage nur aus der Luft gelöscht werden.

Dabei kamen Behältnisse mit einem Fassungsvermögen von 500 bis 3.000 Litern zum Einsatz. Zur Aufnahme des Wassers diente die Schwarza im Gemeindegebiet von Hirschwang.
Löscheinsatz am Schneeberg (Bild: www.einsatzdoku.at)
"Kampf gegen die Zeit" für Einsatzkräfte
Als "Kampf gegen die Zeit" bezeichnete der Feuerwehrsprecher die Löscharbeiten. Entgegen kam den Einsatzkräften das Wetter. Es sei windstill gewesen, andernfalls hätte das ein "enormes Risiko" dargestellt, so Resperger.

Am Nachmittag hieß es seitens der Feuerwehr, dass man die Flammen unter Kontrolle habe.

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Löschflugzeuge und Black Hawks im Einsatz
Im Einsatz waren den ganzen Tag über zahlreiche Löschflugzeuge und Helikopter, darunter zwei Eurocopter der Polizei, zwei S-70 Black Hawk, eine Agusta Bell 212, eine Bell OH-58 Kiowa sowie drei Pilatus PC-6 Turbo-Porter des Bundesheers.

Etwa alle zehn Minuten sei eine Maschine mit gefülltem Löschwasserbehälter auf den Schneeberg gestartet, sagte der fliegerische Einsatzleiter, Major Wolfgang Rafetseder vom Luftunterstützungsgeschwader aus Langenlebarn.

Abhängig vom Typ konnten 800 bis 3.000 Liter Löschwasser je Flug zum Brandherd transportiert werden.
Hochquellwasserleitung "nicht gefährdet"
Inmitten der Flammen befindet sich die Hochquellwasserleitung der Stadt Wien, laut dem zuständigen Forstdirektor war diese aber nicht gefährdet.

Menschen waren nach Angaben der Einsatzkräfte zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
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