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MO | 13.02.2012
Zivildienst-Emblem (Bild: APA)
SOZIALES
Zivildienst: Besorgt nach Abschaffungsdebatte
In Österreich wird seit Tagen über die Abschaffung der Wehrpflicht diskutiert. Ein Ende der Wehrpflicht würde auch ein Ende des Zivildienstes bedeuten. Die Zivildienstträger-Organisationen in NÖ schlagen Alarm.
Das Rote Kreuz befürchtet Mehrkosten von bis zu 25 Mio. Euro.
Grobe Einschränkungen werden befürchtet
In immer mehr europäischen Ländern wird die Wehrpflicht abgeschafft, und auch in Österreich wird seit Tagen heftig darüber diskutiert. Dem Gesundheits- und Sozialsystem würden durch die Abschaffung der Wehrpflicht Mehrkosten in Millionenhöhe drohen.

Das Rote Kreuz ist die größte Zivildienstträger Organisation in NÖ. Etwa 900 Zivildiener pro Jahr sind hier im Rettungsdienst eingesetzt. Würde die allgemeine Wehrpflicht, und somit auch der Zivildienst fallen, würde das zu groben Leistungseinschränkungen führen, sagt der Landesgeschäftsführer des Roten Kreuzes Peter Kaiser. Würde man die Zivildiener ersetzen, sei mit Mehrkosten von rund 25 Millionen Euro zu rechnen, so Kaiser.
Zivildiener bei der Arbeit. (Bild: APA) Jährlich 2.000 Zivildiener in NÖ
Auch andere Organisationen in NÖ schlagen Alarm, etwa der Arbeitersamariterbund. Der Dienstbetrieb wäre ohne Zivildiener nicht mehr durchführbar, heißt es von Seiten des Arbeitersamariterbundes. Bei der Caritas und der Lebenshilfe in Niederösterreich werden enorme Einbußen in der Betreuungsqualität befürchtet.

Jährlich sind in NÖ etwa 2.000 Zivildiener im Einsatz, vor allem im Rettungswesen und in sozialen Einrichtungen.
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