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MO | 13.02.2012
Kaiseradler (Bild: ORF NÖ)
TIERE
Dreister Giftanschlag auf Kaiseradler
Zwei Kaiseradler sind im Weinviertel Opfer von Giftködern geworden. Ein Landwirt hat die beiden toten Vögel im August auf seinem Acker bei Goldgeben (Bezirk Korneuburg) gefunden.
Drei Kaiseradler-Paare leben in Niederösterreich.
In den Vögeln wurden Giftreste gefunden
Über den Vergiftungsvorfall berichteten WWF, Birdlife und der Landesjagdverband am Freitag. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Tiere mit dem seit 2008 verbotenen Pestizid Carbofuran vergiftet wurden. "In den Kröpfen der Vögel steckten noch Reste des Giftköders", so der WWF in seiner Aussendung.

Der Kaiseradler ist nicht nur die seltenste heimische Adlerart, sondern weltweit in seinem Bestand gefährdet. In Österreich leben nur sechs Paare, drei davon in Niederösterreich, und einige noch herumstreifende Individuen, die sich hier ansiedeln wollen. Die vergifteten Adler zählten zu Letzteren und waren sechs Jahre alt, wurde erklärt.
Jägerschaft ist an einer "raschen Aufklärung" interessiert.
Immer wieder kommt es zu Giftanschlägen
Die Jägerschaft verurteilte den Anschlag und betonte, man sei an einer "raschen und vollständigen Aufklärung" interessiert. Seit 2004 engagieren sich die Tierschutzorganisation und der NÖ Jagdverband gegen das Auslegen von Giftködern gegen Wild- und Haustiere. Dennoch würden Einzelfälle immer wieder "massiv ambitionierte" Artenschutzbemühungen gefährden. So wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt acht See- und vier Kaiseradler vergiftet.
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