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DI | 14.02.2012
Kokainfund (Bild: Polizei Schwechat)
CHRONIK
Einer der größten Drogenprozesse aller Zeiten
Am Landesgericht Korneuburg beginnt am Donnerstag einer der größten Drogenprozesse in der Geschichte Österreichs. Es geht um mehr als 200 Kilogramm Kokain im Wert von 50 Millionen Euro. Sechs Männer aus vier Ländern sind angeklagt.
Polizist als Lockvogel.
Bei Drogenübergabe verhaftet
Drei Niederländer, ein Brite, ein Bosnier und ein Marokkaner müssen sich vor Gericht verantworten. Sie wurden bei einer fingierten Übergabe der 206 Kilogramm Kokain in einer Lagerhalle in Stockerau verhaftet.

Ein Polizist agierte dabei als Lockvogel und bot den Männern das Suchtgift an. Dabei kam es auch zu der erpresserischen Entführung. Dem verdeckten Ermittler der Polizei wurde eine Pistole an die Schläfe gehalten.

Die Männer im Alter zwischen 27 und 63 Jahren wollten dem Beamten das Suchtgift abpressen, ohne den dafür vereinbarten Preis zu bezahlen.
Wenig kooperativ bei Einvernahmen.
Bande seit Monaten im Visier der Polizei
Im Visier der Beamten aus Niederösterreich und Wien war die Bande bereits seit Monaten, bei der Aktion in Stockerau konnten die Männer schließlich von der Cobra überwältigt und verhaftet werden.

Bei den Einvernahmen zeigten sie sich bisher wenig kooperativ. Der Prozess ist vorerst für zwei Tage anberaumt, den Angeklagten drohen Haftstrafen zwischen zehn und 20 Jahren.
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