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DI | 14.02.2012
Magna Wiener Neustadt feiert Sieg gegen Rapid (Bild: APA/ Herbert Neubauer)
SPORT
Magna: Der Mäzen trifft den Bürgermeister
Am Dienstag könnten wichtige Weichen über die Zukunft von Magna Wr. Neustadt gestellt werden. Mäzen Frank Stronach trifft sich mit Bürgermeister Bernhard Müller (SPÖ), der den Erstligisten auf jeden Fall in Wr. Neustadt halten will.
Rücktritt per SMS.
Neumann sieht "keine Perspektive"
Der SC Magna Wr. Neustadt steuert einer ungewissen Zukunft entgegen. Mit dem überraschenden Ende der Tätigkeit des geschäftsführenden Vizepräsidenten Ernst Neumann wurden Spekulationen über den Verbleib in der Fußball-Bundesliga erneut Tür und Tor geöffnet.

Wie Magna via Aussendung mitteilte, stünde die Trennung aber "in keinem Zusammenhang mit den Planungen und Überlegungen für die Zukunft des Vereines".

Magna stellte klar, dass das Vertragsverhältnis mit Neumann vor dem Rücktritt "aus wichtigen Gründen" per sofortiger Wirkung gekündigt worden war. Neumann hatte diesen in der Nacht auf Samstag via SMS bekanntgegeben.

Er sehe beim Club "keine Perspektive". Bereits in den Wochen zuvor waren Rücktrittsgerüchte um Mäzen Frank Stronach laut geworden. Der Austro-Kanadier hat sich mit öffentlichen Aussagen allerdings bis dato bedeckt gehalten.
Sponsorvertrag läuft mit Saisonende aus
Fakt ist, dass der Sponsorvertrag von Magna mit Saisonende ausläuft. Fakt ist auch, dass sich Firmengründer Stronach erst vor kurzem aus dem Konzern zurückgezogen hat und sich dies mit einer Abfindung im Gesamtwert von bis zu 1,1 Mrd. Dollar vergüten ließ.

Spekuliert wird nun, dass Magna seinen Vertrag mit dem aktuellen Tabellensiebenten per Saisonende auslaufen lässt. Stronach könnte die Niederösterreicher damit nur noch als Privatperson sponsern.
Frank Stronach (Bild: APA/Barbara Gindl)
Der Mäzen trifft den Bürgermeister.
Stronach will offenbar Klarheit
Bereits in der Vergangenheit hatte der seit Montag 78-Jährige ein Engagement aber mit einem Stadionneubau verknüpft. Dieser ist über Vorarbeiten nicht hinausgekommen und es darf bezweifelt werden, dass in Wiener Neustadt jemals eine neue Bundesliga-taugliche Arena entstehen wird. Die Stadt selbst verfügt nicht über die nötigen finanziellen Mittel und das Land Niederösterreich bevorzugt einen Neubau in St. Pölten.

Stronach will offenbar nun Klarheit über die Lage bekommen. Am Dienstag ist ein Treffen mit Wiener Neustadts Bürgermeister Bernhard Müller geplant. Müller hatte bereits mehrmals betont, dass die Stadt alles versuchen werde, den Verein in Wiener Neustadt zu behalten. Finanziert werden könne ein Erstliga-Betrieb aus Mitteln der Stadt Wiener Neustadt allerdings auf keinen Fall.
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