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MO | 13.02.2012
Gericht (Bild: ORF.at/Patrick Wally)
CHRONIK
Drogenprozess: Teilweise Geständnisse
Einer der größten Drogenprozesse hat am Dienstag am Landesgericht Korneuburg begonnen: Die sechs Angeklagten sind teilweise geständig. Sie sollen mehr als 200 Kilo Kokain über den Flughafen Schwechat eingeschmuggelt haben.
Strenge Sicherheitsvorkehrungen.
Sechs Angeklagte vor Gericht
Im Februar dieses Jahres wurden die Suchgifthändler in einer Lagerhalle in Stockerau festgenommmen. Dort wurden auch die Drogen in Sporttaschen sichergestellt. Sie sollten via Schwechat in die Niederlande gebracht werden.

Beim Prozess am Landesgericht Korneuburg gab es Personenkontrollen am Eingang und auch vor dem Schwurgerichtssaal. Es handelt sich um einen der größten Drogenprozesse der Geschichte.

Die vorsitzende Richterin des Geschworenensenats eröffnete den Prozess mit der Aufnahme der Daten der sechs Angeklagten. Die Männer stammen aus Großbritannien, Bosnien-Herzegowina, den Niederlanden und Marokko. Mehrere Dolmetscher waren anwesend.
Am Donnerstag wird der Prozess fortgesetzt.
Haupttäter bekannte sich schuldig
Der Haupttäter, ein Brite, bekannte sich am Dienstag vollinhaltlich schuldig. Ein weiterer Beschuldigter gab an, an dem Drogendeal beteiligt gewesen zu sein.

Staatsanwalt Friedrich Köhl wies auf die teilweise empfindlichen Vortrafen der Täter hin. Die vier weiteren Beschuldigten ließen über ihre Anwälte ausrichten, dass sie nicht gewusst hätten, dass es sich bei dem Geschäft um Drogen gehalten habe.

Am Donnerstag sollen - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - noch die Ermittler befragt werden. Danach könnte das Urteil gefällt werden
Kokainfund (Bild: Polizei Schwechat)
Im Prozess geht es um mehr als 200 Kilogramm Kokain.
Angeklagte bei fingierter Übergabe geschnappt.
Kokain im Wert von 50 Millionen Euro
Die sechs Männer im Alter von 27 bis 63 Jahren müssen sich wegen Suchgifthandels und erpresserischer Entführung verantworten. Ihnen drohen bis zu 20 Jahre Freiheitsstrafe.

Bei einer fingierten Übergabe war ihr Drogenschmuggel im Februar aufgeflogen. Ein Polizist agierte damals als Lockvogel. Die Männer wollten dem Beamten das Suchtgift abpressen, ohne den dafür vereinbarten Preis zu bezahlen.

Die mehr als 200 Kilo Kokain haben einen Straßenwert von 50 Millionen Euro.
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