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MI | 11.04.2012
Ferkel im Stall (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
CHRONIK
2.500 Schweine sorgen für Aufregung
Ein Schweinemastbetrieb in Lichtenwörth (Bezirk Wr. Neustadt) sorgt für Aufregung: Im Ort werden schon Tausende Schweine gehalten, nun würden 2.500 weitere hinzukommen. Kritiker orten eine zusätzliche Belastung des Grundwassers.
Beschwerden und Proteste aus dem Burgenland.
Grundwasser schon jetzt grenzwertig?
Die Nitratwerte im Lichtenwörther Grundwasser würden schon jetzt um ein Vielfaches über den Grenzwerten liegen, sagte Helmut Herlicska vom Wasserleitungsverband "Nördliches Burgenland".

Die Gülle von 2.500 Schweinen mehr würde diesen Wert abermals nach oben treiben und die Trinkwasserversorgung von 200.000 Burgenländern gefährden, so Herlicska.

Das Lichtenwörther Grundwasser läuft direkt in zwei Brunnenanlagen des Wasserleitungsverbandes.

Gefahren für das Grund- und Trinkwasser befürchten auch mehrere burgenländische Gemeinden. Dort werden Unterschriften gegen den geplanten Schweine-Stall gesammelt.
Aufregung um Betrieb bereits 2009
Ein 32-jähriger Landwirt hatte das Projekt bereits 2009 zum ersten Mal eingereicht. Wegen der Geruchsbelästigung für die Anrainer wurde damals eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gefordert. Der Landwirt zog daraufhin seinen Antrag zurück.

Jetzt wurde der Betrieb um mehrere hundert Meter verlegt, eine UVP sei somit nicht mehr notwendig, hieß es.
Noch offen, ob Betrieb errichtet wird
Im aktuellen Beschwerdefall verwies der Landwirt nun auf die Bezirkshauptmannschaft in Wiener Neustadt.

Dort warte man allerdings auf weitere Unterlagen. Um das Vorhaben prüfen zu können, würden noch wesentliche Angaben fehlen, so Bezirkshauptmann Andreas Strobl. Der Ball liege daher beim Antragsteller.
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