|
|
 |
 |
TIERE |
03.06.2011 |
|
|
|
|
Donau-Auen: Kaiseradlerpaar neu eingezogen
Nach 200 Jahren brütet der Kaiseradler wieder in den Donau-Auen. Die Vogelschutzorganisation "BirdLife" bestätigte einen Horst des seltenen Greifvogels: ein junges Kaiseradlerpaar mit seiner ersten Brut. Diese Rückkehr sei sensationell.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Federn noch nicht durchgängig schwarz. |
|
|
|
"Teenager"-Vögel am Federkleid zu erkennen
Das Federkleid der beiden Vögel sei noch nicht durchgängig schwarz, erklärte Gabor Wichmann von BirdLife. Er schätzt das Alter der Greifvögel auf fünf oder sechs Jahre.
"Die noch braunen Federn auf der Bauchseite sind Reste der Teenagerfedern", sagte Wichmann - daher auch die Annahme, dass sich die Kaiseradler mit ihrer ersten Brut in den Donau-Auen bei Orth an der Donau (Bezirk Gänserndorf) niedergelassen haben.
Dass die seltenen Greifvögel zurückgekehrt sind, freue die Experten sehr, wenngleich es sie nicht überrasche. Denn die renaturierte Schutzregion der Donau-Auen stelle mit ihrem hohen und stabilen Altbaumbestand ein artgerechtes Rückzugsgebiet dar, sagte Wichmann.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weltbestand "gefährdet"
Der Kaiseradler ist eine Vogelart aus der Familie der Habichtartigen. Das Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Mitteleuropa nach Osten bis China.
Der Kaiseradler bewohnt Steppen und strukturell ähnliche, offene Agrarlandschaften. Die Nahrung besteht vor allem aus kleinen bis mittelgroßen, bodenbewohnenden Säugetieren.
Trotz einer Bestandszunahme in Südosteuropa in den letzten Jahrzehnten stuft die Internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) den Weltbestand als gefährdet („vulnerable“) ein.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
EU-Projekt zum Schutz der Kaiseradler
Ursprünglich sei der Kaiseradler ein Brutvogel offener Steppengebiete, erklärte der Experte. Heute nutzt er kleinere Baumgruppen oder Einzelbäume als Nistplätze, die aber in landwirtschaftlich genutzten Freiflächen immer seltener würden.
BirdLife hat daher ein EU-Projekt initiiert, das seit Beginn des Jahres 2011 die grenzüberschreitende Förderung der Kaiseradlerbestände mit Horstbaumschutz und Anbringung von Kunsthorsten ermöglicht.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
noe.ORF.at; 14.6.10
In Österreich galt der Kaiseradler etwa 190 Jahre lang als ausgestorben bevor er 1999 zum ersten Mal wieder brütete. Mittlerweile ist der Bestand in ganz Österreich auf sechs Paare angewachsen, drei davon brüten in Niederösterreich - schon seit längerem in den March-Thaya-Auen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|