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ORF-"Pressestunde" |
19.02.2006 |
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LH Pröll verteidigt Standort für Elite-Uni
Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" den Standort für die Elite-Uni in Gugging erneut verteidigt. Scharfe Kritik äußerte Pröll zum Thema Elite-Uni an der SPÖ.
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"War keine wahltaktische Entscheidung"
Die Entscheidung für Gugging sei keine wahltaktische gewesen, sagte Pröll, und er nannte als Gegenbeispiel den Standort für medaustron im SPÖ-regierten Wr. Neustadt.
Angesprochen auf das Tauziehen mit Wien, erklärte Pröll, man habe sich nicht gegen jemanden beworben, sondern für Niederösterreich.
Die Sorge, dass der Elite-Uni die Wissenschaftler fehlen könnten, teilte Pröll nicht, und er sprach eine Einladung aus.
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Einladung an die Wissenschaftler
"Ich würde die Damen und Herren der Wissenschaft aus der ganzen Welt bitten, sich einzubringen und ihre Ideen einzubringen, um mitzuhelfen, dass aus dieser Elite-Uni an einem optimalen Standort auch etwas Zukunftsträchtiges werden kann, damit Österreich mit dieser Elite-Uni im internationalen Umfeld mitarbeiten und vorne mit dabei sein kann", so Pröll.
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Pröll: "SPÖ NÖ kuscht"
Scharfe Kritik übte Pröll in dem Zusammenhang mit der Elite-Uni an der SPÖ: Alfred Gusenbauer habe sich als niederösterreichischer Spitzenkandidat für die Wahl dagegen ausgesprochen und die SPÖ NÖ würde kuschen, so Pröll.
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Scharfe Kritik an der SPÖ
"Gnade Gott, dass eines Tages die SPÖ entweder auf Bundesebene geschweige denn auf Landesebene mehr zu reden hat. Denn wo die wahren intensiven Herzblutkämpfer für Niederösterreich sitzen, zeigt am deutlichsten dieses Beispiel."
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Abgesehen von dieser Aussage wollte Pröll vor der Nationalratswahl keine konkreten Koalitionspräferenzen erkennen lassen.
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Pröll warnte vor Panikmache bei Vogelgrippe
Beim Thema Vogelgrippe warnte der Landeshauptmann vor übertrieber Panikmache. Niederösterreich sei schon "seuchengeprüft".
Pröll verwies in diesem Zusammenhang auf die Maul- und Klauenseuche, die in NÖ schon öfters aufgetreten ist, sowie auch auf einen BSE-Fall vor ein paar Jahren. Man habe diese Extremsituationen bewältigt.
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LH sprach sich für Föderalismus aus
Pröll sprach sich auch in seiner Funktion in der Landeshauptleutekonferenz klar für den Föderalismus aus.
Der Grund der Unzufriedenheit mit der EU sei, dass die Entscheidungen in Brüssel fallen, so Pröll. So lange er als Politiker aktiv sei, werde er sich für den Föderalismus einsetzen.
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Reaktion der SPÖ NÖ
Kritik an den Aussagen von Landeshauptmann Pröll kam von der SPÖ Niederösterreich. Sie würde sich freuen, wenn die Elite-Uni in Niederösterreich errichtet werde, sagte Landesgeschäftsführerin Karin Kadenbach.
Es müsse aber ein Einverständnis zwischen Wissenschaft und Politik geben. Darüber hinaus sei die aktuelle Diskussion nur ein Ablenkungsmanöver.
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Madeleine Petrovic zeigte sich enttäuscht
Enttäuscht zeigte sich die Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic. Die ÖVP agiere zunehmend abgehoben und erweise der Elite-Uni damit einen Bärendienst, sagte Petrovic.
Die Grünen hätten sich endlich klare Aussagen zu Inhalt, Programm und Idee dieser Universität erwartet.
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