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MI | 21.03 | 16:45
Sonnenbad (Bild: ORF)
Sonnenschutz: Qualität heißt nicht teuer
Der richtige Sonnenschutz ist wichtig für einen entspannten Sommerurlaub. Es gibt aber viele Fehlerquellen. Gute Qualität muss nicht teuer sein, umgekehrt ist ein hoher Preis laut einem Test vom VKI kein Garant für eine gute Creme.
Wissen oft mangelhaft. Es wird zu wenig Sonnencreme aufgetragen
Man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man im Sommer Spaß im Freien hat. Solange man sich ausreichend schützt. Doch vielen Sonnenanbetern mangelt es an Wissen. Und damit steigt auch die Gefahr von häufigen Sonnenbränden und damit von Hautkrebs.

Studien haben gezeigt dass die wenigsten großzügig genug zur Cremeflasche greifen, sagt der auf Sonnenschutz spezialisierte Hautarzt im AKH Wien, Harald Maier. Der Sonnenschutzfaktor wird bei einer bestimmten Schichtdicke bestimmt, und nur dann, wenn das so angewandt wird, ist der Schutz auch gegeben.
Sonnencreme im Löffel (Bild: ORF)
Rund drei Esslöffel Sonnencreme braucht ein Mensch.
Viele verwenden nur ein Viertel der benötigten Menge. Oberstes Ziel: Sonnenbrand vermeiden
Es habe sich gezeigt, dass viele nur ein Drittel oder Viertel oder noch weniger der vorgeschriebenen Menge auf die Haut auftragen. Und dementsprechend reduziert sich auch der Sonnenschutz, sagt Maier. Rund drei Esslöffel oder auch 30 Gramm Sonnencreme braucht ein durchschnittlicher Mensch, um ausreichend geschützt zu sein.

Oberstes Ziel ist es, Sonnenbrände zu vermeiden. Man kann die Sonne genießen, aber ohne Sonnenbrand, sagt Maier. Studien würden zeigen, dass schwere Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend ein wichtiger Risikofaktor für das bösartige Melanom sind.
Sonnencreme-Text "Konsument" (Bild: ORF)
VKI: 12 von 22 Produkten "gut"
Der Test der Konsumentenschützer hat gezeigt, dass der Schutz bei 12 von 22 getesteten Produkten gut gegeben ist. Und das ist vom Preis unabhängig, gut haben Sonnencremes zwischen 3 und 20 Euro abgeschnitten. Kritisiert wird hingegen die schlechte Wasserfestigkeit bei acht Mitteln.

Die Norm fordert, dass, wenn man sich eine gewisse Zeit unter die Dusche stellt, noch immer ein Schutz von 50 Prozent vorhanden sein muss, sagt Konrad Brunnhofer, Chemiker vom Verein für Konsumenteninformation. Bei acht der 22 Produkte war das nicht der Fall.
Oft länger haltbar als gedacht
Wer nicht sicher ist, ob er die Sonnencreme vom Vorjahr noch verwenden soll, kann das einfach selbst überprüfen, erklärt Brunnhofer. Die Haltbarkeit ist nicht mehr gegeben, wenn das Produkt zerfällt, wenn die Emulsion in einen wässrigen und einen fetten Anteil zerfällt, oder wenn die Creme schlecht zu riechen beginnt. Ansonsten kann man sie verwenden, so Brunnhofer.

Wie lange Sonnencremes laut dem Hersteller hält, sieht man entweder am aufgedruckten Datum, oder an einem Tiegel, der angibt, wie viele Monate die Creme nach dem Öffnen haltbar ist. Die Konsumentenschützer empfehlen daher, das Datum am ersten Tag der Anwendung auf der Flasche zu notieren.