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MI | 21.03 | 16:45
Makis Warlamis (Bild: ORF)
"Grieche ist Improvisationsmeister"
Der Grieche Makis Warlamis lebt in NÖ und verfolgt derzeit die angespannte Situation in seiner Heimat. Auf die Finanzprobleme seines Landes wird er häufig angesprochen - er sieht darin auch einen Versuch der Aufklärung.
"Probleme sind im Prinzip artifiziell"
Dieser Tage wird Makis Warlamis oft auf die Finanzprobleme seines Heimatlandes angesprochen. Vor allem zu Hause müsse er seine Frau immer wieder beruhigen, sie rege sich am meisten auf.

"Alle diese Probleme sind im Prinzip artifiziell, also künstlich, die nur mit dem Finanzmarkt etwas zu tun haben. Es sind praktisch Probleme der anderen und eigentlich nicht der Griechen", sagt Makis Warlamis.

Der in Griechenland geborene Architekt, Bildhauer, Maler, Designer und Schriftsteller leitet seit fast 20 Jahren das Internationale Zentrum für Kunst und Design in Schrems.
"Menschen wissen nicht viel über Struktur"
Die Situation sei eine gewissen Belastung, aber gleichzeitig auch der Versuch einer Aufklärung. "Die meisten Menschen wissen nicht sehr viel über die Struktur des Landes, wir das Land überhaupt organisiert ist und in seiner Struktur existiert."

Das Land habe manigfaltige Probleme, sagt Warlamis.
"Langsam lernen auch Selbst zu sein"
Wäre er jetzt in Griechenland würde er nicht, so wie viele andere, auf die Straßen gehen um zu demonstrieren.

"Ich habe andere Mittel mich irgendwie sichtbar zu machen. Ich bin dabei zum Beispiel ein Kochbuch für schlechte Zeiten zu schreiben, das umfasst Fastenspeisen. Die sind sehr gesund und günstig zu gestalten, es geht ja auch um die Produktion. Ich trage etwas zur Produktion bei, und das ist glaub ich ein guter Weg um zu beruhigen und nicht eine Panik zu schaffen 'Jetzt geht uns das Geld aus und jetzt werden wir nicht leben'."

"Der Grieche ist ein Improvisationsmeister und er schafft das. Wir haben ja im Grunde 2.000 Jahre Fremdherrschaft in Griechenland, und jetzt müssen wir langsam lernen auch selbst zu sein", so Warlamis.
"Nahaufnahme", am 3.7.11