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MI | 21.03 | 16:52
Gebhard König (Bild: privat)
König der Bücher liebt Schweinsbraten
Gebhard König, der Leiter der Landesbibliothek in St. Pölten, hat sein Leben der Sammlung und Erhaltung von Büchern verschrieben. Der leidenschaftliche Sänger kocht gerne Schweinsbraten.
Das Rezept
Schweinsbraten mit Waldviertler Knödel

Zutaten für 4 Portionen:
1,5 kg Schopfbraten
Salz
2 EL Kümmel, gehackt
5 Knoblauchzehen, fein gehackt
50 dag Schweinsknochen, vom Fleischhauer klein hacken lassen
2 - 3 EL Schweinschmalz
1/2 l Wasser

Waldviertler Knödel
70 dag mehlige Erdäpfel
30 dag Erdäpfel, am Vortag gekocht
Salz
1 EL Stärkemehl

Rezept erstellt von Andrea Karrer.
Die Zubereitung
Fleisch rundum mit Salz und Kümmel kräftig würzen. Schmalz in einer Bratwanne erhitzen und den Schopfbraten darin rundum kurz anbraten. Den Braten aus dem Fett heben und mit Knoblauch rundum würzen. Die Knochen in die Bratwanne einlegen, Schopfbraten darauf setzen und im vorgeheizten Rohr bei 180 °C etwa 30 Minuten braten.
Schopfbraten wenden, mit Wasser untergießen und weitere 2 Stunden braten lassen. Dabei öfter mit entstehenden Bratensaft übergießen.

Waldviertler Knödel: Rohe Erdäpfel schälen, in eine Schüssel mit kaltem Wasser reiben und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis sich die Stärke am Boden abgesetzt hat. Erdäpfel abseihen, mit Hilfe eines Küchentuchs gut ausdrücken. Wichtig: Die Erdäpfelstärke, die sich abgesetzt hat, für die Weiterverarbeitung des Teiges beiseite stellen!

Gekochte Erdäpfel schälen, durch eine Erdäpfelpresse drücken und mit den ausgedrückten, rohen Erdäpfeln, der abgesetzten Stärke, Salz sowie dem Stärkemehl rasch zu einem glatten Teig verarbeiten.

Aus dem Teig mit nassen Händen 8 Knödel formen, in kochendes Salzwasser einlegen und bei geringer Hitze etwa 30 Minuten kochen.

Den Schopfbraten aus dem Rohr nehmen und 5 Minuten rasten lassen. Bratensaft durch ein Sieb seihen.

Braten in fingerdicke Scheiben schneiden und mit dem Natursaft sowie Waldviertler Knödeln anrichten.
Mehr über Gebhard König
Gebhard König wurde 1950 in Ahrenberg (Tulln) geboren. Sein Vater war Leiter der NÖ Landesbibliothek in den Jahren 1946 bis 1968, seine Mutter Hausfrau mit sechs Kindern.

Er ist seit 1976 mit Monika Koch (Volksschullehrerin) verheiratet und hat zwei Kinder (Sohn geb. 1977, Tochter geb. 1980) und drei Enkelkinder. Nach der Matura 1969 studierte er in Wien Geschichte, Geographie und alte Geschichte. Seine Dissertation verfasste er über Peter Lambeck, dem Leiter der Hofbibliothek im 17. Jahrhundert. 1976 promovierte er und wurde anschließend gleich in den NÖ Landesdienst in der Landesbibliothek aufgenommen.
Herr der neuen Landesbibliothek in St. Pölten
1979 legte Gebhard König die staatliche Prüfung für den Höheren Bibliotheksdienst ab, 1980 wurde er pragmatisiert. Zunächst war König Betreuer der Kartensammlung, später zusätzlich der topographischen Sammlung, als solcher Gestalter zahlreicher Ausstellungen zur Kunst- und Kartographiegeschichte Niederösterreichs; ab 1983 zusätzlich EDV-Koordinator: Entwicklung und Einführung eines automationsunterstützten Bibliothekssystems.

Mit dem Landeshauptstadtbeschluss 1986 Beauftragter für Bibliotheksneubau in St. Pölten und Übersiedlungsbeauftragter; 1989 stellvertretender Bibliotheksdirektor, 1996 Bibliotheksdirektor; 2000 zusätzlich Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht beim Amt der NÖ Landesregierung.