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MI | 21.03 | 16:45
Hubert von Goisern (Bild: APA/Artinger)
von Goisern: "Kreativ in der Stadt"
Der Dialektrocker und Erfinder des Alpenrock: Hubert von Goisern hat viele Namen. Der Musiker aus Bad Goisern veröffentlicht sein zwölftes Studioalbum und erzählt in der "Nahaufnahme", dass er die Stadt braucht, um kreativ zu sein.
Nervös vor jedem Konzert. "Der einzige rote Faden bin ich selber"
Mit den vielen Namen und Bezeichnungen, die ihm gegeben werden, kann er nicht viel anfangen. "Der einzige rote Faden, den es gibt, bin ich selber. Und ich habe eh einen Namen." Das sagt Hubert von Goisern in der Nahaufnahme mit Judith Weissenböck.

Derzeit ist er auf Tour, vor allem in Deutschland. In Österreich gibt es nur zwei Konzerttermine, am 10. Juli in Grafenegg und am 14. Juli in Bad Ischl. Sein neues Album "entwederundoder" erscheint am 2. September.

Jedes Konzert ist für ihn noch einzigartig: "Ich bin sehr nervös vor jedem Auftritt. Das hat sich nicht gelegt, im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Jetzt habe ich es dort, dass ich nur noch die letzten 20, 30 Minuten sehr dünnhäutig bin. Da will ich nicht, dass mich jemand anspricht, außer die Musiker und die Techniker."

"Das sind Panikgedanken, dass alles schief gehen könnte. Es ist mir alles schon passiert, von gerissenen Saiten über explodierte Boxen bis zu Textlücken. Grundsätzlich ist es die Angst, sich zu blamieren. Da nützt schon auch die Erinnerung, dass man mit all dem fertig geworden ist."
Hubert von Goisern (Bild: APA/dpa/von Erichsen)
"Brauche urbanes Umfeld, um kreativ zu sein"
Über sein neues Album will von Goisern nichts sagen: "Über Musik zu reden ist wie über Architektur zu tanzen, hat Leonard Bernstein einmal gesagt. Man muss es hören."

Seine Lieder schreibt er nicht in der Natur: "Es ist so, dass mir in der Natur nichts einfällt. Aber ich will gar nicht, dass mir da etwas einfällt. Wenn ich in der großen Natur bin, auf den Bergen, ist für mich alles perfekt. Da habe ich nicht das Gefühl, dass ich etwas dazutun sollte."

"Ich brauche ein urbanes Umfeld, um kreativ zu sein. In der Stadt ist alles menschengemacht, da habe ich das Gefühl, auch etwas zu machen, ein akustisches Graffiti, das alle hören können."
"Die Radio NÖ-Nahaufnahme", 10.7.2011