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MI | 21.03 | 16:45
Nicolaus Hagg (Bild: nicolaus-hagg.com)
Wenn der Vater mit dem Sohne
Nicolaus Hagg und sein Sohn Julius sind gerade bei den Festspielen Reichenau zu sehen, im Stück "Spion Oberst Redl". In der "Nahaufnahme" erzählen sie über den Reiz des Stücks und der gemeinsamen Auftritte.
"Es funktioniert offenbar." "Mit Homosexualität in Reichenau spielen"
Der "Spion Oberst Redl" läuft in Reichenau noch bis zum 2. August, ein Auftragswerk, das Nicolas Hagg geschrieben hat. "Mich hat das persönliche Schicksal interessiert. Was passiert mit jemandem, der das verrät, woran er glaubt und was ihm tatsächlich etwas bedeutet", sagt er in der "Nahaufnahme" mit Judith Weissenböck.

In dem Stück spielt auch die Homosexualität eine Rolle. Ein Tabu in Reichenau? "Es hat mich gereizt, mit dem Thema Homosexualität hier in Reichenau zu spielen. Das funktioniert offenbar, die Leute nehmen es an."
Gemeinsam mit dem Sohn auf der Bühne. "Ein bewegender Moment"
Zum ersten Mal steht Nicolaus Hagg mit seinem Sohn Julius auf der Bühne. Der Vater spielt einen Leutnant, sein Sohn den "Redl" als Kind. "Ich habe meinen Vater gefragt, ob er eine Rolle hineinschreiben kann. Er hat gesagt, ich soll das nicht spielen, weil das so anstrengend ist, aber ich wollte es trotzdem", sagt Julius.

Der Vater ist auf jeden Fall mit seinem Sohn zufrieden. "Es ist ein bewegender Moment, wenn man miteinander eine Vorstellung spielt."

Ob er seinem Sohn zu einer Schauspielkarriere raten würde, kann Nicolaus Hagg trotzdem nicht beantworten. "Es ist ein wahnsinnig mühsamer Beruf, politisch vernachlässigt bis getreten. Die finanzielle Situation wird immer enger. Das Kunstbudget wird weniger und weniger."
"Radio NÖ Nahaufnahme", 24.7.11