Wien ORF.at Tipps
TV-ProgrammTV-ThekRadioÖsterreichWetterSportIPTVNews
MI | 21.03 | 16:56
Elch (Bild: APA)
Nationalpark
Elch in der Region Thayatal gesichtet
Der Nationalpark Thayatal ist möglicherweise um eine Attraktion reicher: Seit Ende Mai haben Besucher einige Male einen Elch in der Region rund um Hardegg gesehen. Das Tier stellt somit einen weiteren Gewinn im breiten Spektrum der seltenen Tierarten dar, die man im Nationalpark antreffen kann. Der Elch stammt vermutlich aus Tschechien.
Fachleute: "Es ist eine Elchkuh"
Ob in der Morgendämmerung oder am helllichten Tag: Immer mehr Personen haben der Nationalparkverwaltung ihre Beobachtungen gemeldet, besonders im Raum Pulkau - Weitersfeld wurde das Tier mehrmals gesehen. Anhand eines Fotos konnten Fachleute der Veterinärmedizinischen Universität das Tier eindeutig als Elchkuh identifizieren.
Keine Scheu...
Wie wenig Scheu die "Dame" hat, zeigte sich, als sie am Ortsrand von Pleissing bis auf 200 Meter an die Siedlung herankam und 20 Meter an einem Pkw vorbeimarschierte. Zuletzt wurde das Tier am vergangenen Freitag zwischen Pulkau und Weitersfeld neben der Straße wandernd wahrgenommen.
Elchkuh
Elchkuh am Waldrand (Bildquelle: APA)
Elche sind Einzelgänger
Ob sich im Nationalpark Thayatal-Podyji tatsächlich ein Elchbestand ausbildet, bleibt abzuwarten. Christian Übl, Biologe in der Nationalparkverwaltung, relativiert: "Elche sind in der Regel Einzelgänger, vermutlich handelt es sich auch hier um ein herumziehendes Einzeltier."
Elche sind seltene Tiere
Die aktuellen Beobachtungen sind übrigens die ersten seit 2003, als ein Elch ebenfalls in der Region - im Fugnitztal - gesehen wurde. Davor gab es bestätigte Sichtungen 1998. Es ist bekannt, dass in Tschechien beim Moldau-Stausee im östlichen Böhmerwald und in der Teichlandschaft rund um Trebon eigenständige Elchpopulationen existieren.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wandern die Tiere von dort aus auch nach Österreich - vor allem ins nördliche Waldviertel.
Über die Elche
Die Elche gehören zur großen Familie der Hirsche, sind jedoch auf Grund ihres eigentümlichen Aussehens kaum mit dem heimischen Rothirsch zu vergleichen. Besonders charakteristisch sind seine langen Ohren, die Oberlippe namens "Muffel" und das imposante Schaufelgeweih.