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MI | 11.04.2012
Gedenksteine für NS-Opfer (Bild: APA)
Mödling
Gedenksteine für NS-Opfer
In Mödling sind am Montag zum Gedenken an 14 Mödlinger Opfer des Nationalsozialismus Gedenksteine im Gehsteig verlegt worden. Eine ähnliche Aktion gab es bereits in Deutschland.
Steine vor Wohnort der Opfer aufgelegt
Vor dem letzten Wohnort der Opfer legte der deutsche Bildhauer Gunter Demnig Gedenksteine in den Gehsteig. Bereits 1997 wurden für die wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichteten Bauern Johann und Matthias Nobis aus St. Georgen in Salzburg in Österreich derartige Monumente gesetzt.

Die Idee der Gedenksteine - des symbolischen über die Steine Stolperns - soll laut Initiatoren verhindern, dass die Opfer der NS-Diktatur in Vergessenheit geraten. Der Aktion in Mödling ist ein Gemeinderatsbeschluss vorausgangen, dem alle Parteien zugestimmt haben.
"Hier wohnte"
So erinnert ein Stein mit der Aufschrift "Hier wohnte" in Mödling an die 1943 hingerichtete Ordensfrau Maria Restituta Kafka, die 1998 selig gesprochen wurde.
Gedenksteine gibt es seit 1996
Seit 1996 erinnert der Kölner Künstler Demnig an Opfer des NS-Terrors. In Deutschland wurden in 80 Städten bereits 7.000 Steine verlegt. Die Steine sind aus Beton gegossen, zehn mal zehn Zentimeter groß. In die Mitte ist eine Messingplatte eingelassen, in die die Namen und Daten der Opfer eingraviert sind.
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