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MI | 11.04.2012
St. Pölten (Bild: Peter Hinteregger/noe.ORF.at)
Gemeinderat
St. Pölten hat gewählt
St. Pölten hat einen neuen Gemeinderat gewählt. Die Sozialdemokraten konnten ihre absolute Mehrheit ausbauen. Die ÖVP hat leicht an Stimmen verloren.
Das Ergebnis der Gemeinderatswahl
Sieben Parteien bzw. Listen waren angetreten. Stimmberechtigt waren 40.997 Personen, 27.929 Stimmen wurden abgeben. Das vorläufige Endergebnis lautet:

SPÖ 59,61 Prozent (56,5) - 26 Mandate (25)

ÖVP 24,22 Prozent (25,7) - 10 Mandate (11)

Grüne 7,21 Prozent (7,6) - 3 Mandate (3)

FPÖ 5,68 Prozent (7,3) - 2 Mandate (3)

Nonner 2,41 Prozent - 1 Mandat (0)

GPÖ 0,39 Prozent, Isik 0,49 Prozent - beide kein Mandat

(In Klammern die Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2001)
Mathias Stadler (Bild: ORF)
Stadler ist sehr "erfreut"
Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) zeigt sich über das Wahlergebnis erfreut. Er habe den besten Plan vorgelegt und wolle nun für St. Pölten weiterarbeiten. Andere politische Ämter strebe er in den nächsten Jahren nicht an, so Stadler.
Sassmann: "Konnten Allmacht nicht brechen"
Herausforderer Johannes Sassmann (ÖVP) gibt zu, dass es der ÖVP nicht gelungen sei, die Allmacht der Sozialdemokraten zu brechen. Er gehe jedoch davon aus, weiterhin an der Spitze der St. Pöltner Volkspartei zu bleiben, so Sassmann.
Grüne, FPÖ und Nonner sind zufrieden
Silvia Buschenreiter von den Grünen gibt zu, das Wahlziel von vier Mandaten nicht erreicht zu haben. Sie sei mit dem Ergebnis jedoch trotzdem zufrieden, so Buschenreiter.

Peter Sommerauer (FPÖ) kündigt in einer ersten Reaktion an, dass die FPÖ die Kontrollpartei in St. Pölten bleiben und der SPÖ "auf die Finger schauen" wolle.

Erfreut über seinen Einzug in den Gemeinderat von St. Pölten ist auch Hermann Nonner. Er sehe sich als eine "Bürgerbewegung", so Nonner.
Mehr Parteien, mehr Stimmberechtigte
Der Urnengang brachte zwei "Rekorde": Mit sieben lag die Zahl der kandidierenden Parteien und Gruppierungen auf einem neuen Höchststand, und die Zahl der Stimmberechtigten stieg auf 40.997 (bei der Kommunalwahl 2001 waren es 40.683).

Der Termin für das Votum war am 19. Juni festgelegt worden, jener für die Bundeswahl am 12. Juli. Eine Zusammenlegung mit der Nationalratswahl wäre zwar gewünscht gewesen, war aber auf Grund unterschiedlicher Fristenläufe zwischen Bundes- und Gemeindewahlrecht nicht möglich.
42 Mandate vergeben
Um die 42 Mandate im St. Pöltner Gemeinderat bewarben sich SPÖ, ÖVP, Grüne, FPÖ, die Listen "Hermann Nonner" (früher FSP - Für St. Pölten) und "Mehmet Isik" sowie die Gerechtigkeits-Partei Österreich (GPÖ).

Die drei freiheitlichen Mandatare mit Hermann Nonner an der Spitze waren unmittelbar nach der Wahl aus der Partei ausgetreten und blieben in den folgenden fünf Jahren als Fraktion FSP im Gemeinderat.
Neue Spitzenkandidaten für SPÖ und ÖVP
Der seit 9. Juli 2004 als Nachfolger von Langzeit-Stadtchef Willi Gruber amtierende Bürgermeister Stadler führte die SPÖ erstmals als Nummer eins in die Kommunalwahl. Neu war mit Johannes Sassmann (zuletzt Abg. Alfred Brader) auch der Spitzenkandidat der ÖVP.
So wählte St. Pölten am 1. Oktober
Bei der Nationalratswahl am 1. Oktober kam die ÖVP in der nö. Metropole auf 25,47 Prozent (-7,17 Prozentpunkte), die SPÖ auf 48,09 Prozent (-2,6). Die FPÖ erreichte 10,45 Prozent (+4,56), die Grünen erhielten 10,07 Prozent (+0,99) und das BZÖ 2,22 Prozent.
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