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MI | 11.04.2012
Biber (Bild: MA22)
Natur
"Bibermanagement" will Biberproblem lösen
Die Biber sorgen in NÖ für Schäden in der Land- und Forstwirtschaft. Sie stehen aber unter Naturschutz. Das Land hat vor zwei Monaten ein "Bibermanagement" installiert, um das Problem zu lösen. Jetzt gibt es eine erste Zwischenbilanz.
2.000 Biber in sieben Gemeinden
Rund 2.000 Biber leben in den Donau- und Marchauen, im Tullnerfeld, im Südosten von Wien sowie entlang der Donau im Westen des Landes. Genau dort klagen Landwirte und Bürgermeister auch über massive Schäden.

Mit sieben stark betroffenen Gemeinden hat das Land jetzt Gespräche geführt und mögliche Gegenmaßnahmen erarbeitet. Weitere Gesprächsrunden sollen nach Ostern folgen.
Gegenstrategie: Biber vergrämen
Als eine mögliche Gegenstrategie wurde festgelegt, dass versucht werden soll, die Tiere zu vergrämen, etwa indem die Dämme weggeräumt oder Uferbäume abgeholzt werden, um den Tieren so ihre Nahrung zu entziehen, sagt Martin Tschulik von der Naturschutzabteilung des Landes.

Außerdem wurden in Regionen mit dringendem Handlungsbedarf Biber mit einer Ausnahmegenehmigung gefangen. Bisher etwa 15 Tiere, die zum Teil getötet und zum Teil an die Akademie der Wissenschaften in Wien übergeben wurden. Diese Aktionen werde es aber nur noch wenige Tage geben, so Martin Tschulik, denn ab Mitte April beginnt die Fortpflanzungszeit der Biber.
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