Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Steinbock (Bild: Alpenzoo Innsbruck)
Bezirk Amstetten
Steinbock "Seppel" ist gerettet
In Hollenstein herrscht Aufregung um einen Steinbock. Er hat sich ins flachere Gelände verirrt. Da er dort aber als artfremdes Tier gilt, hatte ihn die Bezirks-hauptmannschaft zum Abschuss freigegeben. Jetzt dürfte er gerettet sein.
Bevölkerung will den Steinbock retten
Seit Oktober soll sich der Steinbock bereits im freien Gelände bei Hollenstein bewegen, sagt Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze. Laut BH dürfte der Steinbock aus einem nicht genehmigten Gatter in einem Nachbarrevier entlaufen sein und sich ins flachere Gelände verirrt haben, wo er als artfremd gilt.
Seppels Schutz aus Politik und Medien
Der Steinbock wurde vom Jagdbeirat der Bezirkshauptmannschaft deshalb zum Abschuss freigegeben. Die Bevölkerung, der Bürgermeister von Hollenstein, aber auch Medien wie die Kronenzeitung und der ORF Niederösterreich haben aber nun ein Einlenken bewirkt: Der Steinbock "Seppel" dürfte nicht abgeschossen. Die zuständigen Revierjäger, die ihn abschießen dürften, haben offenbar auf das Abschussrecht verzichtet

Am Nachmittag hat sich auch Landeshauptmann Erwin Pröll des Seppels angenommen und fordert ein Abschussverbot.
Bezirksjägermeister: Druck ist groß
Bezirksjägermeister Rupert Gruber glaubt nicht, dass der Steinbock jetzt noch getötet wird:

"Ich kann nur für unsere Jäger sprechen. Ich glaube, dass unter diesem Druck der Öffentlichkeit keiner unserer Jäger dein Steinbock abschießen wird."
Ganz Österreich
Niederösterreich News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News