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MI | 11.04.2012
Pokerset (Bild: APA)
Wr. Neustadt
Anzeige gegen das Poker-Casino
Gegen das umstrittene Poker Royale Card-Casino in Wr. Neustadt gibt es nun eine Anzeige. Sie kommt vom Finanzministerium, wegen des Verdachts auf Glücksspiel und Eingriff in das Glücksspielmonopol.
Für Finanzministerium ist Poker Glücksspiel
Bereits vor der Eröffnung des Casinos hatte es wegen dieses Verdachts Diskussionen gegeben. Der Betreiber hatte aber betont, dass Poker aus seiner Sicht ein Sport und kein Glücksspiel sei.

Aus der Sicht des Finanzministeriums ist Poker Glücksspiel, betont der für die Anzeige zuständige Ministerialrat.

Er verweist auf Urteile des Verwaltungsgerichtshofes und des Landesgerichtes Feldkirch, die diese Rechtsansicht stützen würden. Zum konkreten Fall will er aber mit Verweis auf das Amtsgeheimnis nichts sagen.
Wr. Neustädter Polizei ermittelt
Der Wr. Neustädter Polizeidirektor Anton Aichinger bestätigt gegenüber dem ORF NÖ, dass eine derartige Anzeige eingegangen ist. Man werde in dem Sacherverhalt ermitteln, so Aichinger.

Dabei soll geklärt werden, ob es sich bei dem Pokerspiel in dem Casino um ein vom Gesetz als Glücksspiel oder Geschicklichkeitsspiel handelt.
Betreiber des Casinos bleibt gelassen
Der Betreiber des Poker Royale Casinos in Wr. Neustadt, Kurt Haindl, zeigte sich verwundert. Er wisse nichts von der Anzeige und betonte erneut, dass Poker ein Sport und kein Glücksspiel sei.

Seine Verwunderung illustriert Haindl mit einem Vergleich: Gehe das Finanzministerium jetzt auch gegen Schach, Golf und Fußball vor, fragte Haindl. Er sehe den Ermittlungen jedenfalls gelassen entgegen.
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