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MI | 11.04.2012
Weinviertel DAC (Bild: Weinkomitee Weinviertel)
Werbespot für Wein
"Etwas Pfefferl für den Montag"
Mitten in der lebhaften Diskussion um das "Komatrinken" bei Jugendlichen sorgt nun ein Radio-Werbespot des Österreichischen Weinmarketings für Aufregung.
Botschaft entspricht Wünschen von Süchtigen
"Schon wieder so ein Montag, wissen Sie, wie Sie diesem Montag etwas Pfefferl geben können. Am besten glasweise, mit einem Grünen Veltliner aus dem Weinviertel, Weinviertel DAC, Österreichs pfeffrigster Wein." So lautet der Text des Werbespots.

Für Susanne Lentner vom Anton-Proksch-Institut ist das die falsche Botschaft, die genau den Wunschvorstellungen der Süchtigen entsprechen würde: "'Ich möchte mit einem pfeffrigen Veltliner ein Genusserlebnis haben, daneben das Wirkungserlebnis', so die Botschaft. Die ganze Wirkungspalette von Alkohol wird über diesen Slogan nähergebracht."
Weinmarketing: "Andere Sensibilität"
Beim Österreichischen Weinmarketing heißt es dazu, man verurteile jede Art von Alkoholmissbrauch. Der kritisierte Spot sei im Vorjahr unter der alten Geschäftsführung produziert und mehrmals ausgestrahlt worden.

Damals ohne negative Reaktionen, relativiert Weinmarketing-Geschäftsführer Willi Klinger. Heuer im März wurde er wieder gesendet: "Es ist natürlich in der angeheizten Diskussion zum Thema Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen eine andere Sensibilität entstanden. Deswegen habe ich gemeint, dass der Spot heute etwas unglücklich wirkt und es nicht mehr zu einer Neuausstrahlung kommen wird."
Wein wird künftig anders vermarktet
Heimischen Wein will man künftig anders bewerben: "Dennoch wird Wein weiter als kostbare Kultur, der Weinviertler Wein als pfeffriger Grüner Veltliner kommuniziert, nur nicht als Problemlöser, wie das missverständlich rübergekommen ist."

Von Wein als Mittel zum "Komatrinken" distanziert man sich beim Österreichischen Weinmarketing.
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