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MI | 11.04.2012
Károly Ferenczy, Zigeuner, 1901 (Bild: Kunsthalle Krems)
Karoly Ferenczy, "Zigeuner", 1901
Kunsthalle
"Zigeuner-Darstellungen" der Moderne
Die Kunsthalle Krems zeigt erstmals in Europa eine Ausstellung zum Thema "Zigeuner-Darstellungen". Die Schau "Roma und Sinti" setzt sich mit dem Blick der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts auf die Roma und Sinti auseinander.
Yves Leresche, aus der Serie „Rroma“, 1990-2002 (Bild: Kunsthalle Krems)
Yves Leresche, aus der Serie "Rroma", 1990-2002
Soziale Probleme gegen verklärtes Bild
Die Bilder zeigen ein mythenhaft verklärtes, romantisiertes Zigeuernleben. Etwa Roma und Sinti als Musikanten oder als Nomaden, die durch eine anonyme Landschaft ziehen.

Gleichzeitig zeigen die Darstellungen soziale Probleme auf. Oftmals sind ja Zigeuner als "Diebsvolk" stigmatisiert worden. Klischees, die es auch noch heute gibt, ist der Direktor der Kunsthalle Krems, Tayfun Belgin, überzeugt. Mit dieser Ausstellung versuche man, mit Wissen diese Klischees zu überwinden.
"Zigeunerdarstellungen" in Krems (Bild: Kunsthalle Krems)
Die zeitgleiche Ausstellung des Fotografen Yves Leresche schlägt eine Brücke zur aktuellen Situation der Roma am Beispiel Rumäniens.
Blick auf ethnische Minderheiten
Die Ausstellung zeigt auch Bilder von Zigeunern, die im 20. Jahrhundert entstanden sind. Es ist also eine kunsthistorische Zeitreise - die den Blick auf eine ethnische Minderheit durch die letzten Jahrhunderte zeigt. Bis hin schließlich zu realistischeren Darstellungen der Zigeuner im 20. Jahrhundert.
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