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MI | 11.04.2012
Die Ende des Vorjahrs verstorbene Liese Prokop (Bild: APA)
flüchtlingshelferin
Maria Loley bekommt ersten Prokop-Preis
Die Weinviertler Flüchtlingshelferin Maria Loley ist für ihr Engagement als erste Preisträgerin mit dem Liese-Prokop-Frauenpreis ausgezeichnet worden. Der Preis soll an die zu Silvester 2006 verstorbene Innenministerin erinnern.
Loley spendet Preisgeld für sozial Schwache
Maria Loley ist bei Flüchtlingshelfern so etwas wie eine Legende. Seit Jahrzehnten hat sie sich für Menschen eingesetzt, die aus ihrer Heimat flüchten mussten.

Besonders für die Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien baute sie ein Hilfsnetz auf. 1995 bezahlte sie ihre Hilfe beinahe mit dem Leben, als sie von einer Briefbombe von Franz Fuchs schwer verletzt wurde.

Für ihre Solidarität und ihr Engagement bekam sie den heuer von der Landesregierung gestifteten "Liese-Prokop-Frauenpreis", der an die zu Silvester 2006 verstorbene ÖVP-Politikerin erinnern soll.

"Liese Prokop hat nicht lange geredet. Sie hat gedacht, entschlossen und gehandelt. Und sie war nicht kleinlich. Sie hat immer mit einem großen Herzen geholfen", sagte Loley bei der Preisübergabe. Das Preisgeld - 10.000 Euro - wird sie sozial Schwachen zur Verfügung stellen.
Preis würdigt verstorbene Innenministerin
Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), Initiator des Preises, würdige in seiner Rede Loley und die verstorbene Innenministerin.

Der Preis solle daran erinnern, "Dass die Liese eine ganz besondere Frau gewesen ist, mit einem unglaublichen Gerechtigkeitssinn, mit einer unglaublichen Konsequenz, mit einer Menschlichkeit, wie man seinesgleichen sucht. Natürlich war Liese herausragend, weil sie besondere Leistungen erbracht hat. In der Politik und im Sport".

Mit dem Liese-Prokop-Frauenpreis sollen jährlich künstlerische, soziale, wissenschaftliche, wirtschaftliche und journalistische Verdienste von Frauen gewürdigt werden.
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