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MI | 11.04.2012
Krebs neue Therapie (Bild: ORF)
Forschung
MedAustron kooperiert mit CERN
Das Land NÖ hat für das geplante Krebsforschungszentrum MedAustron in Wr. Neustadt eine Partnerschaft mit einem der weltweit bedeutendsten Forschungszentren abgeschlossen - dem Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz.
Krebsforschung auf hohem Niveau
Das MedAustron-Zentrum in Wiener Neustadt soll neben der Krebsbehandlung auch Krebsforschung auf internationalem Spitzenniveau betreiben.

Eines der Prinzipien in der Forschungstechnologie: Tumore werden mit Ionenstrahlen eines Teilchenbeschleunigers punktgenau beschossen.

Für diese Art der Krebsforschung unterzeichneten Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und CERN-Generaldirektor Robert Aymar am Montag in Wien einen Vertrag. MedAustron soll in fünf Jahren in Betrieb gehen.
Kernforschungszentrum CERN
Das Kernforschungszentrum sei das "größte Labor der Welt", betonte Aymar. Die 1954 gegründete Einrichtung beschäftige 12.000 Wissenschafter und wolle die entwickelten "tools" nutzbringend einsetzen, was heiße, "der Gesellschaft zu Gute kommen lassen".

CERN betreibt derzeit acht Teilchenbeschleunigeranlagen. Im Mai 2008 wird der Large Hadron Collider (LHC) in Betrieb gehen. Der weltgrößte Beschleuniger hat nach Angaben des Forschungszentrums einen Umfang von 27 Kilometern.
"Neue Zukunftsperspektive"
Pröll bezeichnete die Vertragsunterzeichnung als einen der wichtigsten Schritte in der Entwicklung des Projektes in Wiener Neustadt.

Die Kooperation mit CERN eröffne eine "neue Zukunftsperspektive" für MedAustron, dessen "zwei Säulen" ein medizinisches Zentrum zur Krebsbehandlung und ein internationales Forschungszentrum zur Ionen- und Protonenbehandlung sein werden.
Nächstes Jahr soll Bau beginnen
Hinsichtlich MedAustron ist laut Pröll die Ausschreibung für die Generalplanung erfolgt. Bauliche Vorbereitungsmaßnahmen auf dem Areal in Wiener Neustadt (nahe dem Flugplatz Ost) sollen 2008 gesetzt werden.

Die Fertigstellung des Krebsbehandlungs- und Forschungszentrums wird für 2012 erwartet. In der Folge sollen im südlichen Niederösterreich jährlich 1.200 Patienten behandelt werden.Land und Bund werden 165 Millionen Euro investieren.
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