Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Grand Casino Baden (Bild: Casinos Austria)
Chronik
Wenn Spielen zur Sucht wird
Etwa 20.000 Menschen in Niederösterreich sind der Spielsucht verfallen, weitere 30.000 sind suchtgefährdet. Der Hauptgrund: Sie haben über ihre Verhältnisse gespielt, manche hat die Sucht sogar ruiniert.
100.000 Menschen haben Spielverbot
Ausweiskontrolle beim Eintritt, Registrierung im System und Kontrolle während des Spiels, das erwartet jeden Gast der Casinos Austria. Vor allem häufiges Spielen mehrmals in der Woche führt zu Überprüfungen eines Gastes, sagt Herbert Beck von den Casinos Austria. Momentan haben 100.000 Menschen in den Casinos Austria Spielverbot.

Dann gibt es verschiedene weitere Möglichkeiten, die zu einer Sperre führen können. Zum Beispiel gibt es auch immer wieder Gäste, die sich für die Jetons der anderen Spieler interessieren. Diese müssen natürlich auch gesperrt werden, um die anderen Gäste zu schützen, sagt Beck.
Spielautomaten (Bild: APA/Bernd Weißbrod)
Die Zahl der Spielsüchtigen nimmt immer mehr zu.
Große Gefahr durch kleines Glücksspiel
Der Leiter der Suchtberatung des Anton Proksch Instituts in Baden, Roland Mader, ist täglich mit den Folgen der Spielsucht konfrontiert. Die Betroffenen verlieren ihre sozialen Bindungen und schlittern letztendlich in ein finanzielles Chaos. Die Leute, die zu uns kommen, sind durchschnittlich mit 45.000 bis 50.000 Euro verschuldet, so Mader.

Eine große Gefahr sieht Mader vor allem im kleinen Automaten-Glücksspiel außerhalb der Casinos, wo es nicht so strenge Kontrollen gäbe. Und die Zahl der Spielsüchtigen in Niederösterreich nimmt zu, sagt er, derzeit seien es rund 20.000 Menschen und für sie gebe es schon jetzt zu wenig Therapieplätze.
Ganz Österreich
Niederösterreich News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News