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MI | 11.04.2012
Sturmschaden (Bild: ORF)
Wissenschaft
Fichte soll "fit" für Stürme werden
Das Sturmtief "Paula" hat in den Wäldern Chaos hinterlassen. Klimaexperten sagen eine Zunahme solcher Wetterextreme voraus. Nun soll ein Forschungsprojekt in Seibersdorf die Fichte resistenter gegen Wetterextreme machen.
Als Flachwurzler besonders gefährdet
In etwa der Hälfte der österreichischen Wälder stehen Fichten. Sie sind bei Stürmen besonders gefährdet, als Flachwurzler knicken sie leicht um.
Gleichzeitig ist die Fichte aber die wichtigste Holzart für die heimische Wirtschaft, sie wächst schnell und gerade. Daher werden Stürme für die Holzwirtschaft zu einem immer größeren Problem, sagt Norbert Putzgruber von den österreichischen Bundesforsten.
Mehr als sechs Mio. Festmeter Schadholz
Das Sturmtief "Paula" hat am vergangenen Wochenende mehr als sechs Millionen Festmeter Schadholz hinterlassen. Niederösterreich ist mit 260.000 Festmetern noch mit einem blauen Auge davongekommen.
Aufräumarbeiten nach Sturm "Paula" (Bild: APA/Foto Ullrich)
Keine genmanipulierte "Superfichte"
In dem Forschungsprojekt der Austrian Research Centers in Seibersdorf, des Umweltministeriums und der Bundesforste werden die Erbanlagen von Fichten hinsichtlich ihrer Wetterbeständigkeit verglichen. Die besten bestehenden Arten sollen dann gezüchtet und für die Aufforstung der zerstörten Waldgebiete verwendet werden.

Es gehe aber nicht darum, eine genmanipulierte "Superfichte" zu schaffen, heißt es von den Forschern, man wolle nur jene Arten identifizieren, die auch den Wetterextremen in 100 Jahren trotzen können.
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