Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Schäden nach "Paula" Ende Jänner 2008 (Bild: BFKDO Baden)
Wetter
Seit 1990: Immer wieder starke Stürme in NÖ
Seit 1990 ist nahezu jährlich mindestens ein Sturm über Österreich gefegt und hat dabei zum Teil massive Schäden angerichtet. Auch in Niederösterreich waren die Schäden sehr hoch, wie eine Chronologie der mächtigsten Stürme zeigt.
1990: "Vivian" und "Wiebke"
Ende Februar und Anfang März 1990 zogen "Vivian" und "Wiebke" übers Land. In Linz-Hörsching wurden 147 km/h gemessen, in Wien 130 km/h aufgezeichnet. Es entstanden wirtschaftliche Schäden von rund drei Milliarden Schilling (218 Mio. Euro).
Umgestürzte Bäume (Bild: ORF)
Sturmschaden nach "Kyrill" (Bild: APA/H.Schneider) 1995: Orkan fegt über Niederösterreich
Am 12. Juni 1995 fegte ein Orkan über Niederösterreich und deckte im Weinviertel in kürzester Zeit 35 Häuser ab. Ein Schneesturm ließ am 6. und 7. November 1995 in Wien den gesamten Verkehr zusammenbrechen. In den folgenden Tagen starben elf Personen bei witterungsbedingten Unfällen.
Stürme mit Böenspitzen bis 100 km/h führen auch in NÖ zu einem Verkehrschaos.
1997: Stürme und Schneefälle
Am 5. April 1997 gab es in weiten Teilen Kärntens Sturmschäden zu beklagen. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fielen am 7. und 8. April im Alpenvorland, Mühl- und Waldviertel. Stürme mit Böenspitzen um 100 km/h und Schneefälle bis in tiefe Lagen führten von 11. bis 13. April erneut zu Verkehrschaos in allen Bundesländern.
Passagiere am Flughafen Schwechat (Bild: APA/Schlager) 1999: "Lara" legt Flughafenbetrieb lahm
Sturmtief "Lara" brachte am 5. Februar 1999 Orkanspitzen bis 130 km/h und legte den Betrieb am Flughafen Wien lahm. Rund 2.000 Passagiere mussten mehrere Stunden auf ihre Abflüge warten.
Sturmschäden (Bild: D.Mathis)
In Allentsteig wird eine Frau von einem Baum erschlagen, in Krems werden zwei Schülerinnen schwer verletzt.
2001: Stürme fordern mehrere Opfer
Beim Durchzug einer Kaltfront traten am 19. März 2001 in Ober- und in Niederösterreich Stürme mit Spitzen bis 110 km/h auf. Bei Allentsteig wurde eine Frau bei Waldarbeiten von einer umgeknickten Fichte erschlagen, in Krems vor der Europaschule zwei Schülerinnen von einem umstürzenden Lindenbaum schwer verletzt.
2005: Zahlreiche Bäume umgeknickt
Am 15. Dezember 2005 überquerte eine Kaltfront Österreich. Der Sturm erreichte am Abend in Wien Böenspitzenwerte von mehr als 100 km/h. Die Feuerwehr musste mehrere einsturzgefährdete Baugerüste absichern. In den Bezirken Wien-Umgebung, Mödling und Gänserndorf knickte der Sturm zahlreiche Bäume.
Aufräumungsarbeiten nach "Kyrill"(Bild: BFK Lilienfeld) 2007: "Kyrill" zieht seine Spur durch NÖ
In der Nacht auf den 19. Jänner 2007 fegte das Orkan-Tief "Kyrill" über Österreich. Vor allem in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich richteten die Böen, die bis zu 207 km/h erreichten, schwere Schäden an. Bäume, Stromleitungen, Dächer und Verkehrsverbindungen wurden zerstört. In St. Pölten und im Bezirk Krems wurde Katastrophenalarm ausgerufen, zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden.
Schäden nach Kyrill in Baden (Bild: APA/S. Schneider)
In Wien kommt ein Kranfahrer ums Leben,
2007: Gewitterfront fordert Verletzte
Am 21. Juni 2007 forderte eine Gewitterfront in Wien zwei Menschenleben. Ein Kranführer starb beim Sturz mit seinem Baugerät, eine 60-Jährige wurde von einem Baum erschlagen. Der Sturm mit Böen bis zu 123 km/h wütete auch in Niederösterreich massiv, betroffen waren auch Oberösterreich und das Burgenland. Rund 60 Menschen wurden verletzt.
Sturm fegt über NÖ (Bild: filmen.at) 2008: "Paula" wütet auch in NÖ
Am 27. Jänner 2008 sorgte das Sturmtief "Paula" vor allem in der Steiermark und in Kärnten für massive Schäden und tagelange Stromausfälle in tausenden Haushalten. Windspitzen bis zu 145 km/h wurden gemessen. Die Steiermark erklärte 65 Gemeinden zum Katastrophengebiet. In Kärnten gab es Schäden in der Höhe von rund 50 Millionen Euro. "Paula" wütet auch in Niederösterreich.
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