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MI | 11.04.2012
Heidemaria Onodi (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Heidemaria Onodi (SPÖ)
Politik
Heidemaria Onodi ist zurückgetreten
Heidemaria Onodi (SPÖ) ist am Montag in einer Sitzung des Parteivorstandes als Landesvorsitzende der SPÖ und als Landeshauptmann-Stellvertreterin zurückgetreten. Sie war in beiden Funktionen seit knapp sieben Jahren im Amt.
Verantwortung für Wahlschlappe übernommen
Mit ihrem Rücktritt übernahm Onodi die Verantwortung für die Schlappe bei der niederösterreichischen Landtagswahl am Sonntag.

Die Sozialdemokraten hatten 7,91 Prozentpunkte eingebüßt und halten nur noch bei 25,64 Prozent. Sie verloren damit auch vier ihrer zuvor 19 Mandate und außerdem einen Sitz in der Landesregierung, der an die FPÖ ging.
Heidemaria Onodi bei der Vorstandssitzung (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Onodi vor dem Beginn der Vorstandssitzung am 10. März 2008.
Onodi: "Die Wahl war mein Match"
Onodi gab ihren Rücktritt während einer Unterbrechung des Vorstandes nach knapp fünfeinhalb Stunden Sitzungsdauer offiziell bekannt. Das Gremium habe den von ihr angebotenen Schritt angenommen. Was ihre Nachfolge betreffe, sollte die Entscheidung "heute noch" fallen. Die Beratungen bei der SPÖ NÖ in St. Pölten wurden in den Abendstunden fortgesetzt.

Onodi betonte, sie habe bei ihrer Rücktrittserklärung noch einmal darauf hingewiesen, dass die Wahl "mein Match" gewesen und "meine Verantwortung" sei. In der Debatte seien u. a. auch "Fehler im Wahlkampf" zur Sprache gekommen.
Alfred Gusenbauer nach dem Parteivorstand (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Alfred Gusenbauer (SPÖ)
Gusenbauer: "Sehr solidarische Diskussion"
Parteichef Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) verließ den Vorstand, bevor die Beratungen fortgesetzt wurden.

Die Wahlkampfanalyse in dem Gremium bezeichnete er als "sehr solidarische, sehr gute Diskussion".

Beim Ergebnis vom Sonntag in Niederösterreich hätten "viele Gründe zusammengewirkt", die sich "sehr unangenehm ausgewirkt" hätten.
Mehrere Namen für Onodi-Nachfolge genannt
In der Nachfolge Onodis seien mehrere Namen genannt worden. Es gebe eine "Reihe von Möglichkeiten", sagte Gusenbauer auf die Frage, ob der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler und Landesgeschäftsführer Josef Leitner im Gespräch seien. Er wolle "der Diskussion nicht vorgreifen".

Der Vorstand habe sich mit der Wahl "gründlich auseinander gesetzt. Nach dem "traurigen" Ergebnis könne man "nicht zur Tagesordnung übergehen". Gusenbauer: "Jetzt geht es um das künftige Führungsteam."
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