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MI | 11.04.2012
Das Auto, in dem die junge Frau starb (Bild: APA/Paul Plutsch)
St. Pölten
Sturm "Emma": Tod durch Baum vorhersehbar
Zum Tod einer jungen Frau durch einen umstürzenden Baum während des Sturms "Emma" in St. Pölten liegt nun ein Gutachten vor. Das Unglück sei vorhersehbar gewesen, heißt es darin.
Baum war morsch
Laut dem Gutachten soll der Baum so morsch gewesen sein, dass er auch einem geringeren Winddruck nicht standgehalten hätte. Bereits kurz nach dem Unglück, das ein Todesopfer und drei Schwerverletzte forderte, gelangte bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten eine Anzeige ein.

Sie lautet auf den Verdacht der fahrlässigen Tötung beziehungsweise der fahrlässigen Körperverletzung. Nach den Sachverständigen ist nun laut der Staatsanwaltschaft wieder die Polizei am Zug.
Wer ist verantwortlich?
Sie muss jetzt ermitteln, wer für das Unglück verantwortlich gemacht werden kann. Der Baum stand auf einem Grundstück der Diözese St. Pölten. Das Stadtgartenamt St. Pölten war mit der Pflege der Grünflächen betraut.

Nach Vorliegen des Polizeiberichts entscheidet die Staatsanwaltschaft darüber, ob und gegen wen strafrechtlich vorgegangen wird. Im Falle einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.
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