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MI | 11.04.2012
Flachbild-Fernseher. (Bild: ORF)
Inzestfall Amstetten
Fernsehen trägt wesentlich zur Aufklärung bei
Seit mehr als einer Woche wurde in den Printmedien und im Fernsehen nach der 42-jährigen Frau gefahndet, deren Tochter im Krankenhaus Amstetten im Koma liegt. Diese Fernsehberichte haben zur Aufklärung geführt.
Schalldicht isoliertes Verlies
Eine Gummizelle gab nicht in dem Verlies, sagt nun Oberst Franz Polzer, aber die nur 1,7 Meter hohen Räume waren alle schalldicht isoliert, nur so war es möglich dass die Nachbarn in all den Jahren keine Rufe und keine Klopfzeichen von den Eingeschlossenen hören konnten.
Fernseher als Schlüssel zur Klärung
In ihrem Verlies tief unter der Erde gab es auch - wohl als einzigen Luxus – einen Fernseher. Dieser Fernseher ist wohl auch der Schlüssel zur Klärung des Falles. Die Frau hat die Berichte im Fernsehen gesehen, in denen der Aufruf erfolgte, die Mutter der 19-jährigen, die im Krankenhaus Amstetten liegt, solle sich melden.

Die 42-jährige Frau hat daraufhin ihren Vater immer stärker bedrängt, sie freizulassen und zur Tochter zu bringen, sagt Polzer. Samstagnacht hat der mutmaßliche Täter zugestimmt. Der 73-jährige, seine 42-jährige Tochter und zwei der Kinder sind vor dem krankenhaus aufgetaucht, dabei hat sie die Polizei festgenommen, aufgrund eines vertraulichen Hinweises. So konnte das zehntelange Martyrium erst ein Ende finden.
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