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MI | 11.04.2012
Die Traisental-Schnellstraße (S 34) soll westlich der Mariazeller Straße (B 20) verlaufen (Bild: ASFINAG)
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Bau der S34: Entscheidung für Westtrasse
Der Bau der Traisental-Schnellstraße (S34) von St. Pölten ins Traisental ist seit Jahren umstritten. Am Montag hat die ASFINAG den betroffenen Gemeinden die Pläne vorgestellt; die Entscheidung ist auf die Westtrasse gefallen.
Route soll westlich der B20 verlaufen
Eine der wichtigsten Aufgaben der S34 soll die Entlastung der Mariazeller Bundesstraße (B20) sein. Zur Auswahl standen eine West- und eine Osttrasse.

Die Osttrasse wäre beim Knoten St. Pölten praktisch direkt als Verlängerung der S33 geführt worden. Die nun beschlossene Westtrasse soll im Bereich Völtendorf an die Westautobahn angebunden werden und von dort aus vierspurig bis in den Norden von Wilhelmsburg führen. Die Route soll westlich der Mariazeller Straße (B20) verlaufen, teilte die ASFINAG am Montag mit.

Den Vorteil sehen die Verantwortlichen in einer Miteinbeziehung des Pielachtales, dazu kommt die kürzere und billigere Trassenführung. Vom Land Niederösterreich wird eine Verlängerung bis Traisen gebaut, die B334.
Die ASFINAG spricht sich für diese Variante aus, weil sie kürzer und um 50 Millionen Euro billiger sei. Außerdem durchschneide sie keine Ortschaften und beziehe das Pielachtal mit ein, heißt es.
Pläne für die S 34 (Bild: ASFINAG)
Pröll für "Gesamtpaket"
Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) spricht sich im Zusammenhang mit der am Montag präsentierten Trasse für ein "Gesamtpaket" aus. Er fordert von der ASFINAG, als Verlängerung der S34 Richtung Norden eine Spange von der A1 zur B1 zu prüfen, ebenso eine Anschlussstelle Texingtal/Sierningtal an die Westautobahn.

Außerdem müssten Ersatzgrundstücke für die betroffenen Landwirte gefunden werden, sagt Pröll.

Der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler spricht von deutlichen Vorteilen der West-Trasse. Sie würde weniger Anrainer belasten, der Eingriff in die Landschaft würde sich in Grenzen halten, meint Stadler.
Bürgerinitiative gegen das Projekt
Am Donnerstag wird die Bevölkerung bei einer Informationsveranstaltung im Volksheim St. Georgen am Steinfeld (17.00 bis 20.00 Uhr) über den Bau der S34 informiert.

Proteste sind vorprogrammiert, denn eine Bürgerinitiative sammelte schon 5.500 Unterschriften gegen das Projekt.
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