Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Haus in Amstetten in dem die Gefangenen im Kellerverlies eingesperrt waren (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Amstetten
Josef F. soll bereits Mutter eingekerkert haben
Über neue Details zum Amstettener Inzestdrama berichtet "News" in seiner neuen Ausgabe. Demnach geht aus dem erstellten Psychogramm über Josef F. hervor, dass er seine Tochter als Partnerin gesehen hat. Er dürfte außerdem auch seine Mutter bereits eingekerkert haben.
Mutter habe ihn "immer geprügelt, bis er blutete".
"In ein Zimmer ohne Tageslicht gesperrt"
Der Verdächtige habe nicht nur seine Tochter und die Kinder, die er mit ihr gezeugt hatte, eingesperrt, heißt es im Gutachten. Auch seine Mutter soll F. jahrelang eingesperrt haben.

Denn diese habe ihn "immer geprügelt, bis er blutete", habe ihn "nie gedrückt oder geküsst", ist zu lesen. Jahre später habe sich F. dann "an ihr gerächt".

Er habe sie "in ein Zimmer im Obergeschoß eingesperrt und das Fenster zugemauert, damit sie kein Tageslicht sehen konnte", schreibt "News". 1980 sei die Frau dann "wie eine Gefangene gestorben", heißt es weiter.
"Tochter als Partnerin und Frau gesehen".
Staatsanwaltschaft: Kein Kommentar
Auch über F.s Verhältnis zu seiner heute 42-jährigen Tochter wird aus dem psychiatrischen Gutachten zitiert. Die Idee, ein Verhältnis anzufangen, sei ihm erst nach einigen Monaten gekommen.

Er habe zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr daran gedacht, dass sie seine Tochter sei. Er habe sie mehr als Partnerin und Frau gesehen, schreibt "News".

Seitens der zuständigen Staatsanwaltschaft in St. Pölten wurde kein Kommentar zu den Veröffentlichungen abgegeben.
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