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MI | 11.04.2012
Kraftwerk in Zwentendorf (Bild:apa/fohringer)
Energie
Ökostrom aus Zwentendorf
30 Jahre nach dem "Nein zur Atomkraft in Österreich" könnte in Zwentendorf doch noch Strom erzeugt werden. Kurz vor dem Jahrestag der Abstimmung am 5. November 1978 gibt die EVN bekannt, in Zwentendorf Ökostrom produzieren zu wollen.
Kraftwerk hat aufrechte Betriebsgenehmigung.
Strom aus Sonnenenergie
In Zwentendorf soll Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden, auch ein Biomassekraftwerk könnte entstehen.

Für ein Energieunternehmen ist Zwentendorf noch immer gut geeignet, auch wenn dort niemals ein Atomkern gespalten worden ist. Aber das Kraftwerk hat eine aufrechte Betriebsgenehmigung und es führen von Zwentendorf auch Leitungen ins Stromnetz.
Kraftwerk in Zwentendorf (Bild:apa/buchegger)
Das Areal in Zwentendorf ist 14 Hektar groß.
Strom für 1.000 Haushalte
Genau diese Leitungen will die EVN drei Jahre nach dem Kauf des Kraftwerkes nutzen. So soll auf dem Areal Solarstrom erzeugt werden. Platz gebe es auf dem 14 Hektar großen Areal genug, meinte EVN-Sprecher Stefan Zach.

Technisch gesehen könnte hier Strom für mindestens 1.000 Haushalte erzeugt werden.
Bereits 2009 soll erster Strom aus Zwentendorf ins Netz fließen.
Weitere Möglichkeit: Biomassekraftwerk
Eine weitere Möglichkeit könnte ein Biomassekraftwerk auf dem Gelände sein, betrieben mit Hackschnitzeln. Dies sei jedoch noch Zukunftsmusik, sagte Zach.

Schon 2009 soll nach Angaben der EVN der erste Strom aus Zwentendorf ins Netz fließen - mehr als 30 Jahre nach der ursprünglich geplanten Inbetriebnahme.
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