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MI | 11.04.2012
Hausbrunnen (Bild: Polizei)
Umwelt
Öl aus Raffinerie-Altlast wird entfernt
Zahlreiche Brunnen in der so genannten "Tuttenhofer Breite" in Korneuburg werden jetzt - 50 Jahre nachdem durch eine Raffinerie Öl ins Grundwasser gesickert ist - gereinigt. Das biologische Verfahren wird heute vorgestellt.
Öl über Jahrzehnte ins Grundwasser
Über Jahrzehnte hinweg ist Öl in den Boden gesickert und hat nachhaltig das Grundwasser in der Tuttenhofer Breite im Süden von Korneuburg verseucht. Zahlreiche Brunnen auf dem 18 Hektar großen Gebiet sind gesperrt. Die Ursache liegt weit in der Vergangenheit.
1927 Raffinerie in der Tuttenhofer Breite
1927 wurde auf dem Grundstück eine Raffinerie errichtet. Bei allierten Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg wurde sie weitgehend zerstört.

Trotz der großen Umweltgefährdung hat die sowjetische Mineralölverwaltung nach notdürftigen Reparaturen den Betrieb der Raffinerie nach dem Krieg sofort wieder aufgenommen.

1965 ist die Raffinerie nach einem Donauhochwasser endgütlig stillgelegt worden. Allerdings unsachgemäß, wie das Umweltbundesamt kritisiert.
Größte biologische Reinigung Österreichs
Jetzt - fast 50 Jahre später - wird die Sanierung des Geländes in Angriff genommen. Eine Reinigung des Grundwassers soll erfolgen.

Zum ersten Mal kommt dabei ein biologisches Verfahren in großer Dimension in Österreich zum Einsatz. Die Details dazu werden heute Vormittag in Korneuburg präsentiert.
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