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MI | 11.04.2012
"Stellvertreter" (Bild: ORF NÖ)
Geschichte
Gedenkaktion an das Massaker von Stein
Unter dem Titel "Stellvertreter" präsentierten am Samstagabend das Architekturnetzwerk "Orte" und das Literaturhaus in Krems eine Gedenkaktion, die an das Massaker von Stein am 6. April 1945 erinnern soll.
Nur 24 der 229 Opfer namentlich bekannt
Am 6. April 1945 wurden 229 Häftlinge der Justizanstalt Stein von der SS ermordet, obwohl ihre Freilassung angesichts der herannahenden Roten Armee bereits amtlich genehmigt war.

Stellvertretend für die größtenteils unbekannten Opfer des Massakers in Stein werden nun überlebensgroße Portraits von Kremser Schülern auf die Mauern der Justizanstalt Stein projiziert. Denn nur 24 der 229 Gefangenen von damals sind namentlich bekannt.
Aktion "Hasenjagd" (Bild: ORF NÖ)
Schüler stellen Gesicht zur Verfügung
Die Schüler, so die beiden Künstler Katharina Veldhues und Gottfried Schumacher, haben ihr "unschuldiges" Gesicht sozusagen zur Verfügung gestellt, als Erinnerung und Mahnung an das sinnlose Massaker wenige Tage vor Ende des Krieges.
Gedenkaktion "Hasenjagd" (Bild: ORF NÖ) 61 fliehende Häftlinge aufgegriffen
Die sechs Befehlshaber der SS-Aktion wurden in den Kriegsverbrecherprozessen hingerichtet, die Helfer wurden nicht zur Verantwortung gezogen.
Das Massaker von Stein steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Massakern in Hadersdorf, Furth und Paudorf. In diesen Orten wurden 61 fliehende Häftlinge aufgegriffen und hingerichtet.
Zeitzeugen für NS-Dokumentarfilm gesucht
Für den vom Land NÖ geförderten Dokumentarfilm "Die Kremser Hasenjagd" sucht der Historiker Robert Streibel Zeitzeugen.

Für den Dokumentarfilm werden Augenzeugen oder deren Angehörige gesucht, die "jetzt ihre persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen erzählen, auch Dokumente wie Fotos oder beispielsweise ein Tagebuch sind willkommen". Angaben können auch anonym entgegen genommen werden.
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